16 January 2026, 18:12

Schließfach-Inhalte oft unversichert: Kunden tragen das volle Risiko

Ein altes deutsches Banknoten mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Sparkasse Gelsenkirchen: Wie schlecht sind Bank-Schließfächer anderswo versichert - Schließfach-Inhalte oft unversichert: Kunden tragen das volle Risiko

Viele deutsche Banken bieten kaum oder gar keine Versicherung für Schließfachinhalte – Kunden tragen das Risiko

Während einige Institute einen Grundschutz anbieten, fallen die Deckungssummen oft gering aus – manchmal nur wenige tausend Euro. Diese Schutzlücke hat viele Kontoinhaber überrascht, insbesondere nach Diebstählen oder Verlusten.

Bei den meisten Großbanken ist eine Versicherung für Schließfächer nicht automatisch enthalten. Kunden müssen sie gegebenenfalls separat abschließen. So bieten etwa die Münchner Sparkasse, die Hamburger Volksbank und die Volksbank Köln-Bonn keinen Versicherungsschutz im Mietpreis an. Selbst wenn eine Police existiert, sind die Erstattungen häufig gedeckelt: Die Sparkasse Köln zahlt maximal 10.250 Euro, die Frankfurter Sparkasse begrenzt Ansprüche auf 2.500 Euro. Bei der Sparkasse Gelsenkirchen blieb Kunden nach Diebstählen trotz einer Obergrenze von 10.300 Euro ein Teil der Verluste ungedeckt.

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Eine Ausnahme bildet die Hamburger Sparkasse, Deutschlands größter Anbieter von Schließfächern: Sie bietet standardmäßig eine Versicherung bis 40.000 Euro an, für besonders wertvolle Gegenstände kann zusätzlicher Schutz erworben werden. Die Deutsche Bank hingegen versichert Inhalte nur auf expliziten Wunsch. Zwar sind Banken gesetzlich verpflichtet, die Fächer zu sichern – bei Versäumnissen haften sie im Raubfall aber unter Umständen in voller Höhe. Experten warnen jedoch, dass reine physische Sicherheit riskant ist. Ohne Versicherung drohen Kunden bei Diebstahl oder Beschädigung von Wertgegenständen ein Totalverlust. Manche verzichten bewusst auf Policen, um Kosten zu sparen oder den Inhalt vor Behörden geheim zu halten. Doch diese Entscheidung kann sich rächen, wenn die Schäden die minimale Deckung übersteigen.

Fehlender automatischer Versicherungsschutz macht viele Schließfachnutzer verwundbar. Die Angebote variieren stark – manche Banken decken gerade einmal 2.500 Euro ab. Kunden wird geraten, die Bedingungen genau zu prüfen, sonst riskieren sie, im Schadensfall ohne Entschädigung dazustehen.