10 February 2026, 15:26

RWE-Chef fordert rascheren Netzausbau für die Energiewende in Deutschland

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem Text.

RWE-Chef Krebber: Netzausbau wird zum Problem - RWE-Chef fordert rascheren Netzausbau für die Energiewende in Deutschland

RWE-Chef Markus Krebber pocht auf beschleunigten Netzausbau in Deutschland

Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender von RWE, hat die dringende Notwendigkeit eines schnelleren Ausbaus der Stromnetze in Deutschland betont. Verzögerungen bei der Modernisierung der Infrastruktur bremsen seiner Ansicht nach den Bau neuer Rechenzentren und erneuerbarer Energieprojekte aus. Dennoch bleibt das Unternehmen zuversichtlich, seine globalen Wachstumspläne umsetzen zu können.

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Krebber wies kürzlich darauf hin, dass Engpässe im Stromnetz ein zentrales Hindernis für die Energiewende in Deutschland darstellen. Ohne eine zügige Expansion drohten neue Rechenzentren und Kraftwerke erhebliche Verzögerungen. Die Situation bezeichnete er als eine entscheidende Herausforderung für die künftige Energieversorgungssicherheit des Landes.

Für RWE selbst stellt der stockende Fortschritt in Deutschland jedoch keine existenzielle Bedrohung dar. Das Unternehmen agiert weltweit und verfügt über mehr Projekte, als es derzeit finanzieren kann. Sollten sich die Rahmenbedingungen in Deutschland weiter verschlechtern, könne es Investitionen problemlos in Regionen mit besseren Chancen verlagern.

Krebber machte deutlich, dass RWE zwar weiterhin bevorzugt in Deutschland investieren wolle, aber nicht darauf angewiesen sei. Die globale Aufstellung des Konzerns ermöglicht es, Ressourcen flexibel einzusetzen. Dennoch bleibe ein zügiger Netzausbau entscheidend für den langfristigen Erfolg von RWE auf dem deutschen Markt.

Dank der Möglichkeit, Investitionen ins Ausland zu verlagern, ist RWE weniger abhängig von der deutschen Energiepolitik. Dennoch betrachtet das Unternehmen den Netzausbau als unverzichtbar für künftige Projekte im Inland. Ohne Fortschritte dürften sich die Verzögerungen beim Ausbau erneuerbarer Energien weiter hinziehen.