Riesiger Batteriespeicher in Ibbenbüren soll Stromnetz revolutionieren
Angelo ReuterRiesiger Batteriespeicher in Ibbenbüren soll Stromnetz revolutionieren
Im zukünftigen I-NOVA-Park in Ibbenbüren entsteht ein riesiger Batteriespeicher
Auf einer Fläche von etwa sieben Fußballfeldern soll dort das größte Projekt seiner Art in Nordrhein-Westfalen entstehen. Die Anlage dient der Netzstabilisierung, indem sie überschüssige Energie speichert und bei Bedarf – etwa bei Flauten oder nachts, wenn Wind- und Solarkraft nicht verfügbar sind – wieder abgibt.
Mit einer Kapazität von rund 1,9 Gigawattstunden (GWh) könnte der Speicher fast 500.000 Vier-Personen-Haushalte einen ganzen Tag mit Strom versorgen. Das System besteht aus etwa 340 Containern, die jeweils etwa sechs Meter lang, 2,5 Meter breit und 2,5 Meter hoch sind. Vollautomatisiert reagiert es blitzschnell auf Schwankungen im Stromnetz und hält so die Frequenz stabil.
Die Bauarbeiten sollen Anfang 2027 beginnen, sobald das Gelände vollständig aus der Bergaufsicht entlassen ist. Derzeit bereitet die GFGBA den Bauantrag vor. Ein entscheidender Vorteil ist die Nähe zu einer geplanten Amprion-Umspannstation, die es dem Speicher ermöglicht, im Durchschnitt zweimal täglich zu laden und zu entladen.
Das Projekt wird schrittweise umgesetzt – ein Zeichen für das Vertrauen in Ibbenbürens Zukunft als Energiedrehscheibe. Gleichzeitig markiert es einen wichtigen Schritt bei der Umwandlung des ehemaligen Bergbaugebiets in einen modernen Industriepark. Bundesweit sind mindestens 17 vergleichbare Großspeicherprojekte in Arbeit, darunter acht von Terralayr, vier von Voltfang sowie weitere von SEAC Group, Kontek Energy und den Stadtwerken Villingen-Schwenningen.
Sobald die Anlage in Betrieb geht, wird sie eine zentrale Rolle bei der Balance von Energieangebot und -nachfrage spielen. Durch die effiziente Speicherung und Abgabe von Strom unterstützt sie den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Zudem festigt das Projekt Ibbenbürens Position als wachsender Standort für nachhaltige Infrastruktur.






