31 December 2025, 17:08

Rheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne, einer in Uniform mit einer Mütze, eine Frau in einem weißen Hemd, mit einem Banner, Lautsprecher, Vorhöngen, Tisch und Wandbildschirm im Hintergrund.

Rheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz und der Region Mainz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Gemeinschaft tiefe Spuren.

Unter ihnen waren langjährige Wegbereiter der Karnevalstradition, des Journalismus und des öffentlichen Dienstes, die sich jahrzehntelang mit Hingabe in ihren Bereichen engagierten.

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In der Politik verlor die Republik mit Bernhard Vogel eine Schlüsselfigur der deutschen Regierungsgeschichte. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, der das Amt zwölf Jahre lang innehatte, führte später auch Thüringen als Regierungschef. Sein Einfluss prägte die Bundespolitik über Jahrzehnte.

Ein weiterer schwerer Verlust für die Landespolitik war Herbert Mertin, der Justizminister von Rheinland-Pfalz, der mit 66 Jahren starb. Der FDP-Politiker bekleidete das Amt zweimal – zunächst von 1999 bis 2006 und erneut von 2016 bis zu seinem Tod.

Auch die Kultur- und Karnevalsszene von Mainz trauert um bedeutende Persönlichkeiten. Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagenbauer des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), verstarb im Alter von 84 Jahren. Über 60 Jahre lang entwarf er die aufwendigen Motivwagen für den Rosenmontagszug. Elisabeth Klöver, die Leiterin des MCV-Gardeballetts, starb mit 85 Jahren; sie galt als treibende Kraft der Karnevalstraditionen der Stadt. Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete, hinterlässt ein kulturell neu geprägtes Veranstaltungszentrum.

Im Medienbereich verlor das ZDF mit Ekkehardt Gahntz einen erfahrenen Nachrichtenjournalisten, der mit 79 Jahren starb. Mehr als 25 Jahre prägte er die Nachrichtensendungen des Senders und wurde für Generationen von Zuschauern zu einer vertrauten Stimme.

Die Sportwelt trauert um Holger Bernhardt, den ehemaligen Torwart des 1. FSV Mainz 05, der bei einem Verkehrsunfall mit nur 52 Jahren ums Leben kam. Der Verein verlor zudem mit Sigurd Spielmann ein Ehrenmitglied, das im Alter von 90 Jahren nach 70 Jahren Vereinszugehörigkeit verstarb.

Weitere bedeutende Verstorbene waren der Onkologe Dr. Thomas Flohr, der das Leben vieler Krebspatienten verbesserte, sowie Marita Boos-Waidosch, die Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, die sich durch ihr Engagement für die Belange von Menschen mit Behinderungen auszeichnete. Mit Ulf Glasenhardt verlor die Kulturszene einen engagierten Organisator, der hinter Veranstaltungen im Schon Schön und im Kulturpalast Wiesbaden stand und unerwartet starb.

Ihr Tod markiert das Ende ganzer Epochen in ihren jeweiligen Wirkungsbereichen. Ihr Schaffen in Politik, Gesundheitswesen, Sport und Kultur hat Rheinland-Pfalz und Mainz über Jahrzehnte geprägt.

Viele Institutionen – von Karnevalsvereinen bis zu Regierungsstellen – werden nun ihr Erbe würdigen und die Lücken bedauern, die sie hinterlassen.