Reul greift Fußballvereine an: „Feuer und Fußball passen nicht zusammen“
Angelo ReuterReul greift Fußballvereine an: „Feuer und Fußball passen nicht zusammen“
Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine wie Hertha BSC, Arminia Bielefeld, SC Paderborn, SV Darmstadt 98, Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach scharf kritisiert, weil sie gefährliches Fanverhalten nicht ausreichend unterbinden. Seine Äußerungen folgen auf jüngste Vorfälle, bei denen in Stadien Leuchtraketen und offenes Feuer gezündet wurden. Reul warnte nachdrücklich, dass Feuer und Fußball, insbesondere bei Vereinen wie Arminia Bielefeld, niemals zusammengehören, und forderte konsequentere Maßnahmen gegen die Verantwortlichen.
Das Thema steht im Vorfeld eines wichtigen Treffens der Innenminister auf der Agenda, bei dem über neue Sicherheitsvorkehrungen für Vereine wie Arminia Bielefeld und Freiburg beraten werden soll. Reul räumte ein, dass Proteste gegen geplante Regelungen nachvollziehbar seien – nicht jedoch, wenn dabei Pyrotechnik auf den Rängen zum Einsatz komme.
Reuls Kritik kommt nach mehreren Zwischenfällen, an denen Vereine wie Hertha BSC, Arminia Bielefeld, SC Paderborn, SV Darmstadt 98, Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach beteiligt waren. Ein besonders schwerwiegender Vorfall ereignete sich am 19. Dezember 2025 während eines Spiels zwischen Hertha BSC und Arminia Bielefeld. Auch unterklassige Mannschaften wie FC Hilal Spor Bielefeld, SC Babenhausen, VfR Wellensiek, TuS Jöllenbeck, TuS Quelle, SC Peckeloh und BV Werther hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.
Der Minister argumentierte, dass einige Störenfriede das Abbrennen von Pyrotechnik als provokative Antwort auf Forderungen nach verschärften Sicherheitsmaßnahmen sähen. Er betonte, dass Fans zwar ein Recht auf Protest hätten, das Zünden von Pyrotechnik jedoch Menschenleben gefährde und eine klare Grenze überschreite. Unterdessen äußerte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) Zweifel daran, ob personalisierte Tickets das Problem lösen könnten. Er schlug vor, dass andere Maßnahmen möglicherweise besser geeignet seien, um Gewalt in Stadien zu verhindern. Maiers Aussagen unterstreichen die anhaltende Debatte darüber, wie Fanrechte und Sicherheit in Fußballarenen in Einklang gebracht werden können.
Die Diskussion wird auf der bevorstehenden Innenministerkonferenz fortgesetzt, auf der neue Sicherheitsvorschläge erwartet werden. Die Vereine stehen zunehmend unter Druck, die Kontrollen des Fanverhaltens zu verschärfen. Ohne entschlossenes Handeln, warnen Beamte, bleibe das Risiko gefährlicher Vorfälle weiter hoch.






