23 December 2025, 00:51

Reul drängt auf mehr Sicherheitsmaßnahmen im Fußball

Ein Stadion mit Flutlicht, Eisengittern, Zuschauern, stehenden Personen, Werbetafeln, Bildschirmen, Überwachungskameras, Fahnen und Dekorationen.

Reul drängt auf mehr Sicherheitsmaßnahmen im Fußball

Reul fordert mehr Sicherheitsmaßnahmen im Fußball

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) drängt vor der Innenministerkonferenz in Bremen auf schärfere Sicherheitsvorkehrungen im Fußball. Das Problem der Sicherheit in den Stadien sei nicht unter Kontrolle, sagte er dem WDR. Besonders besorgniserregend sei der Anstieg von Angriffen auf unbeteiligte Zuschauer.

Pläne für strengere Fanüberwachung im deutschen Fußball sind diese Woche ins Stocken geraten. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) lehnte die verpflichtende Erfassung von Namen und Adressen auf Eintrittskarten ab – trotz entsprechender Empfehlungen aus dem Bund. Unterdessen forderte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) vor dem wichtigen Treffen in Bremen nachdrücklich mehr Sicherheitsmaßnahmen.

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Die Debatte um die Stadion-Sicherheit hatte nach den Ausschreitungen während der EM 2024 an Fahrt aufgenommen. Bundesbehörden hatten persönlich zuordenbare Tickets gefordert, die Name und Adresse der Besucher enthalten. Mäurer wies den Vorschlag für Bremens Stadien jedoch bis Dezember 2025 zurück und argumentierte, solche Maßnahmen seien in der Hansestadt nicht notwendig.

Reul zeigte sich indes kompromissloser und räumte ein, dass die bisherigen Sicherheitskontrollen versagt hätten. Er verwies auf die jüngste Zunahme von Angriffen auf Unbeteiligte und fragte, warum Gewalt im Fußball weiterhin ein Problem bleibe. Zwar sei er offen für verschiedene Lösungsansätze, doch persönliche Tickets bezeichnete er als „kein Allheilmittel“. Zudem kritisierte Reul Forderungen nach einer Sonderbehandlung von Fußballfans und zeigte sich frustriert über die anhaltenden Ausschreitungen. Den Vorwurf, strengere Sicherheitsvorkehrungen würden die Fankultur beschädigen, wies er zurück – Handlungsbedarf bestehe unbedingt.

Trotz des Drucks wird auf der dieswöchigen Innenministerkonferenz in Bremen vorerst keine Entscheidung über personalisierte Tickets erwartet. Gleichzeitig gibt es Berichte, wonach Pläne für eine KI-gestützte Gesichtserkennung zur Fanüberwachung vorerst auf Eis gelegt wurden.

Der Streit lässt die Sicherheitspolitik in den Stadien damit vorerst in der Schwebe. Während Bremen keine namentlich registrierten Tickets einführen wird, pocht NRW auf umfassendere Reformen. Die Innenminister kommen diese Woche in Bremen zusammen – mit konkreten Änderungen bei den Ticketregeln ist jedoch vorerst nicht zu rechnen.