20 December 2025, 00:12

"Reform schürt Ängste": Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung

Ein Blatt Papier mit einer Schrift darauf.

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„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

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„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

  1. Dezember 2025, 10:39 Uhr

Die Bundesregierung hat eine umstrittene Reform des Bürgergeld-Systems auf den Weg gebracht und es durch ein strengeres Grundsicherungsmodell ersetzt. Die Änderungen zielen darauf ab, mehr Menschen in Arbeit zu bringen und Missbrauch von Leistungen einzudämmen. Doch der Plan stößt auf scharfe Kritik von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Oppositionsparteien.

Über 50 zivilgesellschaftliche Organisationen – darunter die Diakonie Deutschland, der Paritätische Wohlfahrtsverband und Ärzte der Welt – schlossen sich mit Gewerkschaften wie dem DGB und Berufsverbänden wie dem Deutschen Anwaltverein zusammen, um die Reform zu verurteilen. Sie argumentieren, die neuen Regeln würden Leistungen zu schnell kürzen, die Armut verschärfen und riskieren, Menschen mit Behinderungen auszuschließen. Kritiker warnen zudem, dass die Maßnahmen kaum dabei helfen, stabile Arbeitsplätze zu finden.

Die Linke bezeichnete die Reform als „sozialen Angriff“ und warf der Regierung vor, Leistungsbeziehende statt Vermögende zu belasten. Die stellvertretende Parteivorsitzende Janine Wissler verglich den Gesetzentwurf mit dem ungeliebten Hartz-IV-System. Unterdessen behauptete Joachim Rock, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands, die Regierung unterstelle Schuld, bevor sie Vertrauen schenke.

Auch Wohlfahrtsvertreter teilten diese Bedenken. Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt (AWO), kritisierte den Fokus auf harte Sanktionen statt auf Unterstützung für Bedürftige. Die Diakonie Deutschland warnte, die Reform werde den Druck auf ohnehin schon kämpfende Menschen weiter erhöhen. Wirtschaftsverbände begrüßten hingegen die Änderungen und betonten, dass Arbeit sich stärker lohnen müsse als die Abhängigkeit von staatlicher Hilfe.

Trotz breiter Ablehnung wird die Reform nun vorangetrieben. Sozialverbände und Gewerkschaften bestehen darauf, dass die verschärften Sanktionen die Not für vulnerable Gruppen vertiefen werden. Die Regierung hält dagegen, die Änderungen würden die Beschäftigung fördern und Leistungsbetrug reduzieren.