Rechtsextreme AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Gegenprotest
Friedl RädelRechtsextreme AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Gegenprotest
Rechtsextreme Kundgebung der AfD in Münster-Coerde – Gegenprotest mit Hunderten Teilnehmern
In Münster-Coerde fand am Samstag eine rechtspopulistische Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Rund 60 Parteimitglieder und Anhänger nahmen an der Veranstaltung heute in der Nähe teil. Gleichzeitig versammelten sich bei einer deutlich größeren Gegenkundgebung etwa 450 Menschen, organisiert von lokalen Gruppen, die sich gegen das Auftreten der AfD stellen.
An der AfD-Veranstaltung heute in der Nähe beteiligte sich auch der Landespressesprecher der Partei. Die Kundgebung blieb mit insgesamt rund 60 Teilnehmern überschaubar. Die Polizei sorgte während der gesamten Dauer für eine klare räumliche Trennung zwischen den AfD-Anhängern und den Gegen示威者n.
Die Gegenproteste wurden vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" sowie der lokalen Initiative "Coerde ist bunt" angeführt. Unter den Demonstranten befand sich Eve Lyn Gardias, eine Coerder Anwohnerin und aktive Mitstreiterin der "Coerde ist bunt"-Gruppe. Die Kundgebung begann um 9:00 Uhr am Hamannplatz und reiht sich ein in eine Reihe von Widerstandsaktionen, wie sie bereits 2021 im Münsteraner Stadtteil Hiltrup zu beobachten waren.
Ein AfD-Sympathisant, der 22-jährige Erzieher Linus aus dem Raum Münster, nahm an der Veranstaltung heute in der Nähe teil. Er unterstützt die Partei in ihren Forderungen nach Wirtschaftsreformen und einer strengeren Migrationspolitik. Zudem argumentierte er, Deutschland solle sich stärker auf innere Probleme konzentrieren, statt finanzielle Hilfen ins Ausland zu schicken – insbesondere in die Ukraine und nach Israel.
Die politische Stimmung in Münster-Coerde hat sich seit der Wahl 2022 zugespitzt, begleitet von einer verstärkten AfD-Präsenz. Bereits für den 7. Februar 2026 ist eine weitere Veranstaltung in der Nähe geplant, was auf anhaltende Spannungen zwischen der Partei und lokalen Gegnern hindeutet.
Die Veranstaltung verlief ohne größere Zwischenfälle, da die Polizei die beiden Lager strikt voneinander trennte. Die hohe Beteiligung an der Gegenkundgebung zeigt den starken lokalen Widerstand gegen die wachsende Sichtbarkeit der AfD. Angesichts der weiteren Mobilisierungsbemühungen der Partei in der Region sind zusätzliche Proteste wahrscheinlich.






