Rauchen feiert überraschendes Comeback bei jungen Deutschen trotz aller Risiken
Ivan SchachtRauchen feiert überraschendes Comeback bei jungen Deutschen trotz aller Risiken
Rauchen erlebt bei jungen Deutschen ein Comeback – trotz bekannter Gesundheits- und Umweltrisiken
Was einst als Symbol für Eleganz und Rebellion galt, feiert in der Jugendkultur ein stilvolles Revival. Währenddessen hat Großbritannien ein strenges neues Gesetz eingeführt, um das Rauchen für künftige Generationen einzudämmen.
Tabak blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück. Ursprünglich ein rituelles Brauchtum bei Jäger- und Sammlerkulturen, entwickelte er sich im 16. Jahrhundert zum Luxusgut der europäischen Elite. Jahrhundertelang blieb er ein männlich dominiertes Statussymbol, das sich nur Wohlhabende leisten konnten.
Im 20. Jahrhundert erhielt das Rauchen neue Bedeutungen: Männer, die zur Zigarette griffen, galten als intellektuell und autoritär, während rauchende Frauen als geheimnisvoll oder gar skandalös wahrgenommen wurden. Heute steht die Zigarette für Emanzipation und Auflehnung – besonders bei jungen Menschen.
Das jüngste britische Anti-Rauch-Gesetz geht einen radikalen Weg: Wer nach 2009 geboren wurde, darf lebenslang keinen Tabak kaufen. Die Maßnahme soll das Rauchen schrittweise abschaffen, stößt aber auf Kritik – manche sprechen von Altersdiskriminierung. Andere befürchten, dass das Verbot die Faszination für Zigaretten nur noch verstärkt.
Großbritanniens Verbot wird zur Nagelprobe für seine Anti-Rauch-Politik. Sollte es wirken, könnte es Schule machen. Doch vorerst bleibt die kulturelle Anziehungskraft des Rauchens – verwurzelt in Geschichte und Rebellion – bei der jungen Generation ungebrochen.






