Peter Hahns bewegendes Leben zwischen Stasi-Haft und Gerechtigkeitskampf
Kunigunde SegebahnPeter Hahns bewegendes Leben zwischen Stasi-Haft und Gerechtigkeitskampf
Aufschlussreicher Besuch im St.-Bernhard-Gymnasium – Peter Hahn zu Gast
30 Stunden und 29 Minuten – so lange dauerte ein ununterbrochenes Stasi-Verhör von Peter Hahn. Am Ende war der damals 22-Jährige durch Wassermangel dehydriert und erlitt einen Nervenzusammenbruch.
Ein neuer deutscher Film mit dem Titel „Keupstraße“ bringt Peter Hahns außergewöhnliches Leben auf die Leinwand. Die Produktion beleuchtet sein Überleben nach dem Nagelbombenanschlag 2004 in Köln sowie seinen langen Kampf um Gerechtigkeit. Seine Geschichte – geprägt von Verrat, Haft und Widerstandskraft – fasziniert und inspiriert bis heute.
Peter Hahn wurde 1958 in Radebeul, in der DDR, geboren, wo er zunächst eine „typische DDR-Erziehung“ durchlief, wie er selbst sagt. Doch alles änderte sich, als seine Großeltern aus Westdeutschland ihm die brutale Wahrheit über die Berliner Mauer offenbarten. Mit 16 Jahren brach seine Welt zusammen, nachdem seine Eltern einen Ausreiseantrag aus der DDR gestellt hatten: Er wurde von der Schule verwiesen, aus seinem Sportverein ausgeschlossen und als „Verräter“ gebrandmarkt.
Der Film „Keupstraße“ wird Peter Hahns Weg von der Stasi-Haft bis zu seiner Rolle bei der Aufdeckung rechtsextremer Gewalt dokumentieren. Seine jüngsten Schulbesuche, wie etwa in Schiefbahn, sorgen dafür, dass jüngere Generationen die Realitäten von Unterdrückung und Widerstand begreifen. Das Projekt steht für seinen unermüdlichen Einsatz für die Wahrheit.






