Pendlerpauschale steigt 2026: Wer in NRW am meisten spart und warum
Friedl RädelPendlerpauschale steigt 2026: Wer in NRW am meisten spart und warum
Neue Pendlerpauschale: Wer in NRW besonders von Nachrichten profitieren könnte
Teaser: Der Bundestag hat die Erhöhung der Pendlerpauschale beschlossen. Unsere Beispiele zeigen, wie stark das entlastet.
Veröffentlichungsdatum: 4. Dezember 2025, 18:02 Uhr
Artikeltext: Der Bundestag hat eine deutliche Anhebung der Pendlerpauschale beschlossen, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Die Neuregelung sieht einen einheitlichen Satz von 38 Cent pro Kilometer vor – unabhängig von der zurückgelegten Strecke. Davon werden vor allem Millionen Berufstätige in ländlichen und städtischen Randgebieten profitieren.
Bisher galt ein gestaffeltes System: 30 Cent pro Kilometer für die ersten 20 Kilometer und 38 Cent für jede weitere Strecke. Die Reform vereinfacht dies, indem der höhere Satz ab dem ersten Kilometer greift. Besonders Arbeitnehmer mit kürzeren Arbeitswegen sparen dadurch – bei Vollzeitbeschäftigung bis zu 352 Euro im Jahr.
Anspruch auf die Pauschale hat, wer mindestens einen Kilometer zum ersten Arbeitsort zurücklegt – egal ob mit Auto, ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß. Aktuell nutzen 13,8 Millionen Beschäftigte die Förderung, viele von ihnen arbeiten in Großstädten, wohnen aber in deren Umland. Die größten Vorteile haben Pendler in Regionen mit besonders langen durchschnittlichen Arbeitswegen, etwa in ostdeutschen Bundesländern, strukturschwachen westdeutschen Gebieten oder am Stadtrand von Ballungsräumen.
Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln, Radfahrern und Fußgängern steht ein Höchstbetrag von 4.500 Euro pro Jahr zu, während Autofahrer keine Obergrenze haben. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Regelung klimaschädliches Verhalten fördere und vor allem Besserverdiener begünstige. Bisher kostet die Pauschale den Staat jährlich 5,5 Milliarden Euro – wie sich die Erhöhung genau auswirkt, bleibt noch unklar.
Die angepasste Pendlerpauschale gilt ab 2026 bundesweit und soll Arbeitnehmern mit langen oder teuren Arbeitswegen stärker unter die Arme greifen. Wer berufsbedingte Fahrtkosten in der Steuererklärung angibt, erhält automatisch den höheren Satz. Ziel der Reform ist es, die finanzielle Belastung für Pendler zu verringern – besonders in Regionen mit schlechter Verkehrsanbindung.






