NRW startet Großoffensive gegen Kindergeldbetrug mit Projekt MISSIMO
Kunigunde SegebahnNRW startet Großoffensive gegen Kindergeldbetrug mit Projekt MISSIMO
Nordrhein-Westfalen geht mit neuem Projekt gegen Kindergeldbetrug vor
Unter dem Namen MISSIMO bündeln Kommunen, Polizei und Jobcenter ihre Kräfte, um falsche Ansprüche auf Kindergeld auszuzahlen aufzudecken. Wer solche Leistungen erschleicht, macht sich der Steuerhinterziehung schuldig – in Deutschland ein Strafdelikt.
Das Pilotprojekt startete im Kreis Düren und wurde mittlerweile auf mehrere Gemeinden ausgeweitet; demnächst schließt sich auch der Kreis Unna an. Ziel ist es, Familien zu identifizieren, die Kindergeld für Kinder beziehen, die gar nicht mehr in Deutschland leben oder ins Ausland verzogen sind.
In der ersten Phase deckte das Projekt 13 Fälle mit 32 Kindern auf, die nicht an ihrer gemeldeten Adresse wohnten. Die Ermittler prüften Schulbesuchsnachweise, medizinische Unterlagen und Melderegister, um Ungereimtheiten zu erkennen. Bereits jetzt führte dies zu einer Rückforderungsforderung in Höhe von 16.000 Euro und stoppte weitere Auszahlungen im sechsstelligen Bereich.
Der Erfolg von MISSIMO beruht auf der engeren Zusammenarbeit der Behörden: Verwaltung, Familienkasse, örtliche Polizei und Jobcenter tauschen Daten aus, um Betrugsfälle zu ermitteln. Die Verantwortlichen betonen, dass es darum gehe, unehrliche Antragsteller zur Rechenschaft zu ziehen – während ehrliche Steuerzahler, die das System finanzieren, entlastet werden sollen.
Das Projekt hat bereits Gelder zurückgeholt und weitere Auszahlungen gestoppt. Durch die gezielte Bekämpfung von Missbrauch soll sichergestellt werden, dass öffentliche Mittel nur an berechtigte Familien fließen. In den kommenden Monaten soll die Initiative auf weitere Regionen ausgeweitet werden.






