Neue BVB-Sporthalle in Hörde scheitert an Finanzierung und Bürokratie
Kunigunde SegebahnNeue BVB-Sporthalle in Hörde scheitert an Finanzierung und Bürokratie
Pläne für eine neue Multifunktions-Sporthalle in Dortmund-Hörde auf Eis gelegt
Die Pläne für eine neue Multifunktions-Sporthalle auf dem Gelände des ehemaligen Phoenix-West-Hochofens in Dortmund-Hörde sind vorerst gestoppt. Die Halle sollte vor allem dem Frauen-Handballteam von Borussia Dortmund zugutekommen, doch finanzielle und behördliche Hürden lassen die Zukunft des Projekts ungewiss erscheinen.
Die geplante Sporthalle war eine gemeinsame Initiative des ehemaligen Dortmunder Oberbürgermeisters Thomas Westphal und des BVB-Präsidenten Hans-Joachim Watzke. Vorgesehen war auch die Umnutzung des denkmalgeschützten Schaltwartegebäudes 101. Doch das Vorhaben scheiterte an der Förderung aus dem "Sportmilliarden"-Programm des Bundes, das nur Sanierungen – nicht jedoch Neubauten – unterstützt.
Ohne diese finanzielle Absicherung kam das Projekt zum Stillstand. Borussia Dortmund hat bisher keine Alternativlösungen für die Halle vorgestellt. Der Fokus des Vereins liegt weiterhin auf der Talentförderung und weniger auf Infrastrukturinvestitionen.
Als wahrscheinlichste Alternative gilt für den BVB die BVB-Gesundheitswelt, ein medizinisches Zentrum, das in Kooperation mit der Universitätsmedizin Essen entsteht. Auf dem Trainingsgelände Hohenbuschei soll auf 7.400 Quadratmetern eine Einrichtung für Sportmedizin, Orthopädie, Kardiologie, Radiologie und KI-gestützte Diagnostik entstehen – sowohl für Profis als auch für Amateure. Allerdings erfüllt dieses Projekt einen anderen Zweck und ersetzt keine dedizierte Sporthalle.
Unterdessen treibt die Stadt eigene Vorhaben voran, etwa den Bau einer Vier-Felder-Sporthalle im Unionviertel. Diese Projekte decken jedoch nicht den akuten Bedarf des BVB ab.
Die gestoppten Pläne für die Sporthalle hinterlassen das Frauen-Handballteam von Borussia Dortmund ohne eine geplante Spielstätte. Zwar prüft der Verein Optionen wie die BVB-Gesundheitswelt, doch ein direkter Ersatz steht noch nicht fest. Fehlende Fördergelder und die Priorisierung von Talententwicklung über Infrastruktur lassen die Frage vorerst unbeantwortet.






