Neller Viertel wird autofreies Mietparadies mit 180 Wohnungen im Westkreis
Ivan SchachtNeller Viertel wird autofreies Mietparadies mit 180 Wohnungen im Westkreis
Großes Umgestaltungsprojekt soll das Neller Viertel im Westkreis grundlegend verändern
Im Westkreis von Frankenberg entsteht ein neues Wohnquartier: Das Neller Viertel soll mit bis zu 180 wohnung mieten, Grünflächen und Gemeinschaftseinrichtungen eine moderne Nachbarschaft werden. Der Architekt Freimuth stellte kürzlich die Pläne vor, die auf ein autofreies Viertel mit starkem Bezug zur Geschichte des Ortes setzen.
Das 18.000 Quadratmeter große Gelände gehört seit mehreren Jahren der Familie Sanders. Ein Teil des Areals beherbergt bereits eine Kita, während der Rest in den vergangenen Jahren umfassend umgestaltet wurde. Die meisten Altbauten wurden abgerissen, und belastete Böden wurden saniert, um Platz für die Neuentwicklung zu schaffen.
Die Entwürfe sehen eine Mischung aus Reihenhäusern und mehrgeschossigen Wohnblöcken vor – ausschließlich zur wohnung mieten. Das Angebot richtet sich an verschiedene Bedürfnisse: von geförderten Wohnungen für junge Leute über inklusive Wohneinheiten bis hin zu betreuten Seniorenwohnungen. Herzstück des Konzepts ist eine parkähnliche Anlage mit einem zentralen Gemeinschaftsbereich, der an die historische Nutzung des Geländes als Bahnhofsareal erinnert. Um den Verkehr zu reduzieren, wird das Viertel autofrei sein; stattdessen gibt es unterirdische Parkplätze. Die Pläne lassen zudem Raum für Flexibilität – etwa für ein medizinisches Versorgungszentrum oder kleine Gewerbebetriebe wie ein Café.
Mit dem Umzug des Westkreis-Nachbarschaftszentrums Anfang 2026 soll der Baubeginn erfolgen, der den Weg für eine komplette Neugestaltung des Gebiets ebnet. Das Neller Viertel wird dann 150 bis 180 neue wohnung mieten in den Westkreis bringen – ergänzt durch Grünflächen und gemeinwohlorientierte Einrichtungen. Da Abriss und Bodensanierung bereits abgeschlossen sind, wartet das Projekt nun nur noch auf die Verlegung des Gemeinschaftszentrums, bevor die Arbeiten starten können. Ziel ist ein modernes, inklusives Quartier, das gleichzeitig die historischen Wurzeln des Ortes bewahrt.






