Mönchengladbachs Energiekosten explodieren – trotz stabiler CO₂-Emissionen und Stromverbrauch
Ivan SchachtMönchengladbachs Energiekosten explodieren – trotz stabiler CO₂-Emissionen und Stromverbrauch
Mönchengladbachs aktueller Energiebericht zeigt stabile CO₂-Emissionen, aber stark gestiegene Kosten für kommunale Gebäude
Laut dem jüngsten Energiebericht der Stadt Mönchengladbach sind die CO₂-Emissionen zwar stabil geblieben, die Energiekosten für städtische Liegenschaften haben sich jedoch deutlich erhöht. 2024 gab die Kommune rund 10,7 Millionen Euro für Energie aus – ein Anstieg um 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Kostenexplosion blieben der Gesamtausstoß an Treibhausgasen und der Stromverbrauch in über 350 Gebäuden nahezu unverändert.
Für die Analyse wurden mehr als 350 Objekte mit einer Gesamtfläche von etwa 750.000 Quadratmetern untersucht. Die CO₂-Emissionen lagen bei 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten und entsprachen damit dem Niveau von 2023. Auch der Stromverbrauch blieb mit 13,32 Millionen Kilowattstunden konstant – wobei allein Schulen 49 Prozent des Gesamtbedarfs ausmachten.
Während der Verbrauch von Heizöl von 4,75 Millionen auf 6 Millionen Kilowattstunden stieg, blieb der Erdgasverbrauch mit 50,4 Millionen Kilowattstunden stabil. Die Stadt investierte 850.000 Euro in die Modernisierung von Beleuchtungsanlagen, wobei die Hälfte der Kosten durch eine Bundesförderung für Klimaschutz gedeckt wurde.
Zukünftige Pläne: Digitalisierung für mehr Effizienz Die Gemeinnützige Mönchengladbacher Stadtwerke GmbH (gmg) plant, die Infrastruktur zu modernisieren, indem veraltete Stromzähler durch digitale Modelle ersetzt werden. Zudem soll eine zentrale Plattform eingeführt werden, die auch Wasser- und Wärmezähler integriert, um die Datenerfassung zu verbessern.
Fazit: Stabiler Verbrauch, aber steigende Belastungen Der Bericht zeigt ein zwiespältiges Bild: Während Emissionen und Stromverbrauch konstant blieben, stieg der Heizölbedarf – und die Kosten explodierten. Mit den geplanten Digitalisierungsmaßnahmen will die Stadt künftig Energie- und Ressourcenverbrauch effizienter überwachen und steuern.






