Massivprotest in Hamm: Tausende fordern Stopp für neue Gaskraftwerke und mehr Ökostrom
Angelo ReuterMassivprotest in Hamm: Tausende fordern Stopp für neue Gaskraftwerke und mehr Ökostrom
Große Demonstration gegen neue Gaskraftwerke in Hamm am 30. Mai 2023
In Hamm findet am 30. Mai 2023 eine große Protestkundgebung gegen die Pläne für neue Gaskraftwerke statt. Umweltverbände wie der BUND, Greenpeace und Fridays for Future organisieren die Demonstration. Sie kritisieren, dass Milliarden an öffentlichen Geldern nicht in klimaschädliche Projekte fließen sollten – insbesondere nicht in Vorhaben, an denen Konzerne wie RWE beteiligt sind.
Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr in der Nähe des Kraftwerks Gersteinwerk. Die Teilnehmer wollen eine große Menschenkette in Form eines Windrads bilden – ein Symbol für ihre Forderung nach erneuerbaren Energien statt fossiler Brennstoffe.
Kritik richtet sich vor allem gegen Ministerin Katharina Reiche, der Aktivisten vorwerfen, als Lobbyistin der Gasindustrie zu agieren. Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, warf Reiche vor, den Ausbau der Erneuerbaren durch den Druck auf neue Gaskraftwerke zu verzögern.
Mira Jäger, Energieexpertin bei Greenpeace, verknüpfte die Thematik mit der globalen Politik. Sie argumentierte, der Krieg im Iran zeige, warum sich Länder von fossilen Energieträgern lösen und auf saubere Alternativen setzen müssten.
Ziel der Demonstration ist es, Druck auf die Politik auszuüben, um Investitionen in Gaskraftwerke zu stoppen. Die Organisatoren fordern stattdessen eine Umverteilung der Mittel zugunsten von Wind-, Solar- und anderen erneuerbaren Energien. Die Proteste sind der vorläufige Höhepunkt monatelanger Kritik an der Energiepolitik von Ministerin Reiche.






