Markus Söder als Braveheart: Warum sein Fastnachtskostüm politisch polarisiert
Kunigunde SegebahnWenn dieser Filmcharakter zum Fasching geht - Markus Söder als Braveheart: Warum sein Fastnachtskostüm politisch polarisiert
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mit einem aufwendigen Fastnachtskostüm in Franken erneut für Aufsehen gesorgt. In diesem Jahr präsentierte er sich als William Wallace, den legendären schottischen Freiheitskämpfer aus Braveheart. Das Outfit setzt seine Tradition auffälliger Verkleidungen mit politischem Unterton fort.
Für seine jüngste Verwandlung trug Söder blaue und weiße Gesichtsbemalung, eine wallende braune Perücke und einen Kilt. Seine Frau Karin Baumann-Söder ergänzte das Paar als Prinzessin Isabella aus demselben Film. Die Kostüme wurden mit Unterstützung von Dirk Hirsch, einem Maskenbildner des Staatstheaters Nürnberg, angefertigt.
Es ist nicht das erste Mal, dass Söder die Fastnacht für eine politische Botschaft nutzt. Frühere Verkleidungen umfassten Shrek, Gandalf aus Herr der Ringe und sogar Elvis Presley. 2020 zeigte er sich als Punk mit grellbuntem Irokesen, ein anderes Jahr verkleidete er sich als Otto von Bismarck. Jede Wahl trägt oft eine subtile Anspielung auf seine politische Haltung – diesmal könnte der Braveheart-Look auf Bayerns Widerstand gegen den Einfluss Berlins anspielen.
Die Tradition ist längst zu einem Markenzeichen von Söders öffentlichem Auftreten geworden. Seine Kostüme werden akribisch geplant und verbinden Popkultur mit persönlichen Botschaften.
Söders Auftritt als Braveheart reiht sich ein in seine lange Liste mutiger Fastnachtsverkleidungen. Die stets professionell gestalteten Kostüme sorgen weit über Bayern hinaus für Aufmerksamkeit. Die diesjährige Wahl unterstreicht seinen Ruf, Politik mit spielerischer Inszenierung zu verbinden.






