"Mainz bleibt Mainz" wagt den Aufbruch mit Frauenpower und Satire
Kunigunde Segebahn"Mainz bleibt Mainz" wagt den Aufbruch mit Frauenpower und Satire
Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht"bricht mit Tradition – und setzt auf einen mutigen Generationswechsel. In diesem Jahr trifft bewährte Bühnenpräsenz auf frischen Wind, darunter erstmals in der Geschichte der VeranstaltungFrauen* in zentralen Rollen. Nach den technischen Pannen und schwachen Quoten des Vorjahres wollen die Macher mit temporeichen Auftritten und politischer Satire einen Neuanfang wagen.
Das Programm vereint langjährige Lieblinge und Newcomer: Jürgen Wiesmann feiert sein 25-jähriges Jubiläum mit seinen beliebten "Ernst Lustig"-Seifenoper-Sketchs, während die Mainzer Hofsänger ihren 100. Geburtstag begehen. Der Veteran Hansi Greb, bekannt als "Hobbes", verabschiedet sich unterdessen mit einem emotionalen Abschied von seinem Publikum.
Die Musik bleibt weitgehend männlich geprägt – mit Auftritten von Oliver Mager, DobbelBock, Marvin Hollederer und Thomas Neger. Doch Nachwuchsbands wie "Handkäse" versprechen neue Energie. Ein historischer Moment gelingt mit Frau Chrissy Grom, die als erste Frau das Protokoll führt. Ihre scharfe politische Revue sorgte bereits in den Proben für stehende Ovationen – und könnte dies auch bei der Live-Show schaffen.
Auch die Politik rückt in den Fokus: Vier Redner, darunter eine Oberbürgermeisterkandidatin, betreten die Bühne. Andreas Schmitt, trotz Wahlkampf wieder als imposanter Sitzungspräsident dabei, beschließt die Show traditionell als "Obermessdiener". Seine Doppelfunktion weckt bereits jetzt Neugier beim Publikum.
Mit der Mischung aus erfahrenen Künstlern, debütierenden Frauen und politischem Witz will die diesjährige Ausgabe die Veranstaltung nach dem schwachen Vorjahr neu beleben. Die Organisatoren setzen auf die Kombination aus Nostalgie und Innovation, um die Zuschauer zurückzugewinnen – wenn die Show ausgestrahlt wird.






