Laumann fordert höheres Rentenalter für körperlich belastete Berufe wie Pflegekräfte
Friedl RädelLaumann fordert höheres Rentenalter für körperlich belastete Berufe wie Pflegekräfte
NRW-Arbeitsminister Laumann offen für höhere Rentenalter
Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann kann sich vorstellen, das Rentenalter für bestimmte Berufe anzuheben.
Düsseldorf, 17. Dezember 2025
Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat vorgeschlagen, das Rentenalter für körperlich besonders belastende Berufe zu erhöhen. Er begründete dies damit, dass das aktuelle Rentensystem die gestiegene Lebenserwartung ohne Anpassungen nicht tragen könne. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Bundesregierung ein vorläufiges Rentenvorhaben finalisiert.
Laumann nannte insbesondere Dachdecker, Pflegekräfte und Altenpfleger als Beispiele für Berufe mit extremer körperlicher Belastung. Für diese Gruppen könnte seiner Meinung nach eine längere Arbeitszeit notwendig sein, da sie oft eine geringere Lebenserwartung hätten und ihre Tätigkeiten besonders kräftezehrend seien. Gleichzeitig kritisierte der Minister die wachsende Kluft zwischen den Pensionen von Beamten und den Renten anderer Beschäftigter im öffentlichen Dienst als "nicht mehr tragbar".
Ziel der Überlegungen ist es, die finanziellen Belastungen des Rentensystems durch die steigende Lebenserwartung abzufedern. Sollten die Pläne umgesetzt werden, müssten Arbeitnehmer in körperlich anstrengenden Jobs länger im Berufsleben bleiben. Eine neu eingesetzte Regierungskommission wird nun prüfen, wie sich Fairness und Nachhaltigkeit in der künftigen Rentenpolitik in Einklang bringen lassen.






