Krefeld trauert um Martin Wazinski – Arzt, Sportmentor und ein ganzer Mann
Ivan SchachtKrefeld trauert um Martin Wazinski – Arzt, Sportmentor und ein ganzer Mann
Martin Wazinski, geschätzter Chefarzt und leidenschaftlicher Unterstützer der Krefeld Pinguine, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Sein Tod hinterlässt eine tiefe Lücke – sowohl in der medizinischen Gemeinschaft als auch im lokalen Sport, wo er für seine unerschütterliche Hingabe an Spieler und ihre Familien bekannt war.
Wazinski leitete bis März 2022 als Chefarzt und medizinischer Direktor das Helios Klinikum Krefeld. Auch nach seinem Ausscheiden blieb er den Pinguinen und dem KEV eng verbunden und engagierte sich weiterhin ehrenamtlich im Hintergrund. Kollegen und Freunde ehrten ihn im März 2025 für sein jahrzehntelanges Wirken, das weit über die Krankenhausmauern hinausstrahlte.
Abseits seines Berufs war er ein begeisterter Hobby-Sportler, der regelmäßig radelte, lief oder schwamm. Einmal beschrieb er das Gefühl der Unbesiegbarkeit nach seinen morgendlichen Schwimmrunden – ein kleiner Einblick in seinen energiegeladenen Geist. Ebenso präsent war er in der Eishalle, wo ihm zwischen den Mannschaftsbänken an der Westparkstraße ein fester Platz reserviert war. Spieler und ihre Familien vertrauten ihm als Ratgeber und unterstützende Kraft, sowohl auf als auch neben dem Eis. Nun wird dieser Platz leer bleiben – eine stille Erinnerung an einen Mann, der zum festen Bestandteil des Vereins wurde. Eine Zeile aus Erich Kästners Gedicht „Sachliche Romanze“ – „ein anderer Mann“ wird eines Tages seinen Platz einnehmen – fasst die stille Abwesenheit zusammen, die er hinterlässt.
Wazinskis Tod reißt eine Lücke in Krefelds medizinische und sportliche Familie. Sein Vermächtnis lebt weiter in den Menschen, die er geprägt hat – von Patienten im Krankenhaus bis zu Sportlern, die auf seinen Rat zählten. Der leere Platz an der Westparkstraße wird ein bleibendes Symbol für sein Engagement für die Pinguine und die Familien um sie herum sein.






