Kölner Karneval bringt 2 Milliarden Euro – sechs Tage retten die Gastronomie
Ivan SchachtKölner Karneval bringt 2 Milliarden Euro – sechs Tage retten die Gastronomie
Kölner Straßenkarneval startet in seine hektischste Phase – sechs Tage lang wird gefeiert
Am Donnerstag beginnt in Köln die geschäftigste Phase des Straßenkarnevals mit sechs Tagen voller Feiern. Die diesjährigen Veranstaltungen sollen der lokalen Wirtschaft rund 2 Milliarden Euro einbringen. Für viele Bars und Restaurants sind die Festtage ein finanzieller Rettungsanker nach monatelang schwacher Geschäftslage.
Die Karnevalssaison startete zwar offiziell am 11. November um 11:11 Uhr, doch die umsatzstärkste Zeit beginnt jetzt. Altweiberfastnacht am Donnerstag läutet den sechstageigen Höhepunkt ein, der am Aschermittwoch endet. In dieser Zeit drängen sich die Menschen in den Lokalen – manche Bars verlangen Eintrittsgelder, um die Besucherzahlen zu steuern und sicherzustellen, dass nur diejenigen kommen, die vorher gebucht haben.
Wer einmal drinnen ist, bleibt meistens dort – was den Umsatz mit Speisen und Getränken steigert. Das Kölner Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert, dass die Stadt allein 850 Millionen Euro des bundesweiten Gesamtvolumens erwirtschaften wird. Die gesamte Karnevalssaison 2026 erstreckt sich über 73 Tage, von Heilige Drei Könige im Januar bis zum Aschermittwoch im Februar.
Die Termine verschieben sich jährlich, da sie vom Osterdatum abhängen. Wichtige Höhepunkte wie Rosenmontag und Faschingsdienstag fallen in die Mitte Februar und ziehen riesige Menschenmengen an. Ohne diesen Umsatzboom stünden viele Gastronomiebetriebe vor ernsthaften finanziellen Problemen.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Karnevals ist unübersehbar: Für 2026 werden 2 Milliarden Euro erwartet. Bars und Restaurants sind auf diese sechs Tage angewiesen, um die ruhigeren Monate auszugleichen. Für Köln bleibt der Karneval damit nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein wirtschaftliches Rückgrat.






