27 April 2026, 22:28

Kölner CDU zerrissen: Nach Wahldebakel eskaliert Machtkampf und Vertrauenskrise

Ein belebter Stadtplatz mit Menschen auf Stühlen sitzend und stehend, umgeben von Topfpflanzen, Metallabsperrungen, Straßenmasten mit Flaggen, ein Schild, Gebäude mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Kölner CDU zerrissen: Nach Wahldebakel eskaliert Machtkampf und Vertrauenskrise

Die Kölner CDU steht nach ihrem schlechten Abschneiden bei den jüngsten Kommunalwahlen vor internen Konflikten. Der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma hat die Partei verlassen und wirft der Führung mangelnde Selbstreflexion vor. Der Streit dreht sich um das Versäumnis der Partei, die jüngste Niederlage aufzuarbeiten, sowie um die Rolle zentraler Figuren in der Kölner Politikszene.

Der CDU-Kandidat Markus Greitemann verpasste bei den Kommunalwahlen den Einzug in die Stichwahl. Nach der Niederlage erklärte der Fraktionsvorsitzende Bernd Petelkau, eine interne Analyse solle zunächst mit der Parteiführung besprochen werden, bevor die breitere Mitgliederschaft einbezogen werde. Schramma hingegen kritisierte, dass überhaupt keine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Wahlniederlage stattgefunden habe.

Ein großer Teil von Schrammas Kritik richtete sich gegen Petelkau. Er warf der Parteispitze vor, die Führung der Kölner CDU nur als Nebentätigkeit zu behandeln. Petelkau wies die Vorwürfe zurück und zeigte sich enttäuscht über Schrammas Austritt aus der CDU.

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Aktuell wird die Kölner CDU von Serap Güler, Bundesministerin und Bundestagsabgeordnete, sowie dem Landtagsabgeordneten Florian Braun geführt. Schrammas Austritt erhöht den Druck auf die neue Führung, die mit den jüngsten Rückschlägen der Partei kämpft.

Mit Schrammas Abgang steht die Kölner CDU nun vor der Herausforderung, das Vertrauen wiederherzustellen und interne Gräben zu überwinden. Zudem muss die Partei klären, wie sie ihre Wahlniederlage aufarbeiten und die lokale Führung stärken will. Die Ergebnisse dieser Prozesse werden ihre Strategie für künftige Wahlkämpfe in der Stadt prägen.

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