Känguru-Fleisch im Universitäts-Café findet nicht bei jedem Anklang - Känguru-Chili in Erlangen: Zwischen Neugier und Ekel ausverkauft
Känguru-Chili in Erlangen sorgt für Neugier und Kontroversen
Eine Mensa in Erlangen hat mit Känguru-Chili sowohl Interesse als auch Diskussionen ausgelöst. Das Gericht, das am Langemarckplatz angeboten wurde, war schnell ausverkauft, spaltete die Gäste jedoch in ihrer Meinung – sowohl geschmacklich als auch in der Frage, ob man Kängurufleisch überhaupt essen sollte.
Die Mensa am Langemarckplatz hatte kürzlich Känguru-Chili mit Basmatireis auf die Speisekarte gesetzt. Alle 400 Portionen fanden reißenden Absatz, und viele Gäste lobten den Geschmack. Manche zögerten zunächst und fragten nach, ob es sich tatsächlich um Kängurufleisch handele.
Im Netz löste das Gericht gemischte Reaktionen aus: Während einige den Geschmack und die ökologischen Vorteile priesen, fanden andere es abstoßend oder gar ekelerregend. Diese gespaltenen Meinungen spiegeln einen größeren Trend in Deutschland wider, wo Kängurufleisch nach wie vor ein Nischenprodukt bleibt.
In den letzten fünf Jahren lag der Verbrauch stets unter einem Prozent des Marktes. Kulturelle Fremdheit und die Assoziation mit exotischen Haustieren schrecken viele ab. Befürworter betonen jedoch den geringen CO₂-Ausstoß und den hohen Eiweißgehalt des mageren Fleisches. Unternehmen wie die Kangaroo Fleisch GmbH werben für eine größere Akzeptanz, doch die begrenzte Verfügbarkeit in Supermärkten und der wachsende Vegan-Trend bremsen das Wachstum weiterhin aus.
Das Experiment der Mensa mit Känguru-Chili war zwar so erfolgreich, dass es ausverkauft war, doch die Meinungen bleiben gespalten. Zwar könnten Nachhaltigkeitsargumente die Attraktivität steigern – doch kulturelle Vorbehalte und die geringe Verbreitung sprechen dagegen, dass Kängurufleisch in absehbarer Zeit zum Mainstream in Deutschland wird.






