Kamp-Lintfort ehrt Ehrenamtliche und fordert politischen Mut beim Neujahrsempfang
Angelo ReuterKamp-Lintfort ehrt Ehrenamtliche und fordert politischen Mut beim Neujahrsempfang
Kamp-Lintfort feiert Neujahrsempfang: Ehrungen für Ehrenamtliche und Appell an politischen Mut
Beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Kamp-Lintfort wurden lokale Ehrenamtliche ausgezeichnet und gleichzeitig mehr politische Entschlossenheit gefordert. Drei Vereine erhielten den renommierten Heimatpreis Nordrhein-Westfalen für ihr herausragendes Engagement. Zudem wurden Persönlichkeiten für jahrzehntelangen Einsatz gewürdigt – doch Haushaltsengpässe trüben die Zukunftspläne.
Den ersten Platz beim Heimatpreis belegte der Förderverein Lintfort-Turm, gefolgt vom Sportverein Alemannia Kamp auf Platz zwei und der Skateboard-Community Kamp-Lintfort auf Platz drei. Ihre Arbeit wurde als besonders verdienstvoll für die Stärkung der lokalen Identität und des Gemeinschaftsgefühls hervorgehoben.
Im Rahmen der Feier erhielt Manfred Klessa die Goldene Ehrennadel der Stadt für sein lebenslanges Engagement im Sport. Willi Gelen wurde mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet – für seine jahrzehntelange Organisation des Stadt-Schützenfestes und seine Unterstützung des Schützenvereins Eintracht Altfeld-Saalhoff. Wer 2026 das Silberne Ehrenzeichen erhalten wird, steht noch nicht fest.
Bürgermeister Professor Dr. Christoph Landscheidt nutzte seine Rede, um zu mutigeren politischen Entscheidungen aufzurufen. Er verwies auf die angespannte Haushaltslage und kündigte schwierige Diskussionen über Einsparungen an. Dennoch zeigte er sich optimistisch für die Zukunft Kamp-Lintforts und betonte die Kraft des Ehrenamts als treibende Kraft. Für den musikalischen Rahmen sorgte Miroslawa Piskunov am Klavier, begleitet von den Lehrerinnen Frau Hackstein (Gesang) und Frau Wolff (Keyboard).
Die Auszeichnungen würdigten sowohl langjähriges Wirken als auch neue Initiativen. Trotz der finanziellen Herausforderungen unterstrich der Bürgermeister, dass das bürgerschaftliche Engagement die Stadt lebendig halte. Über weitere Förderentscheidungen wird in den kommenden Monaten beraten.






