05 January 2026, 08:48

Jugendkriminalität in NRW: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt unter jungen Tätern

Zwei Personen stehen zusammen, eine hält ein Kind und ein Bier, die andere trägt ein Drama-Kostüm, mit einem Tisch voller Essen in der Nähe und einer Gruppe von Menschen dahinter.

Mehr junge Opfer von Kriminalität in NRW - Jugendkriminalität in NRW: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt unter jungen Tätern

Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen zeigt 2024 gemischte Trends, wie aus dem aktuellen Polizeibericht hervorgeht. Zwar gingen die Gesamtstraftaten von unter 21-Jährigen um 10,4 % zurück, doch bestimmte Delikte wie Landfriedensbruch und Körperverletzung stiegen deutlich an. Die Daten verzeichnen zudem einen Rückgang alkoholverbundener Vorfälle bei jungen Tatverdächtigen im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt.

Die Polizei Nordrhein-Westfalen veröffentlichte ihren jährlichen Lagebericht Jugendkriminalität, der einen Rückgang der jungen Tatverdächtigen um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr ausweist. Die meisten Deliktgruppen nahmen ab, doch einige Straftaten verzeichneten einen deutlichen Anstieg: Landfriedensbruch stieg um 61,1 %, Körperverletzung um 2,5 %, Erpressung um 2,9 % und Beleidigung um 9,2 %.

Alkoholverbundene Straftaten von Jugendlichen sind seit 2015 stark zurückgegangen. Damals erfasste die Polizei noch 10.300 solche Fälle, 2024 waren es weniger als 3.700. Der Bericht verweist zudem auf eine Zunahme junger Kriminalitätsopfer. 2024 waren 76.675 unter 21-Jährige betroffen – ein Anstieg um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Von den Opfern waren 54,7 % männlich und 45,3 % weiblich.

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Die Ergebnisse zeigen sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen bei der Jugendkriminalität in der Region. Zwar begehen weniger junge Menschen insgesamt Straftaten, doch gewalttätige und ruppige Delikte nehmen zu. Gleichzeitig sinken alkoholverbundene Vorfälle weiter – ein Zeichen für langfristige Verhaltensänderungen unter jungen Tatverdächtigen.