28 January 2026, 10:44

Josefine Paul tritt nach Solingen-Kritik als Ministerin zurück – wer übernimmt jetzt?

Ein Mann im Anzug und Krawatte steht an einem Podium mit Mikrofonen und einem Bildschirm im Hintergrund.

Josefine Paul tritt nach Solingen-Kritik als Ministerin zurück – wer übernimmt jetzt?

Josefine Paul, die grüne Ministerin für Migration und Familie in Nordrhein-Westfalen, ist von ihrem Amt zurückgetreten. Der Schritt folgt massiver Kritik an ihrem Umgang mit dem Messerangriff in Solingen und der anschließenden parlamentarischen Untersuchung durch die Arbeitsagentur. Beobachter aus der Politik bezeichneten ihren Rücktritt als notwendig und längst überfällig.

Paul hatte monatelang mit Vorwürfen wegen ihrer Handhabung des Solinger Angriffs zu kämpfen. Ihr anfängliches Schweigen und die mangelnde Kommunikation im Nachgang ließen viele an ihrer Krisenkompetenz zweifeln. Dennoch betonten sie und ihre Partei stets, dass sie keine persönliche Verantwortung für die Versäumnisse in ihrem Ministerium trage.

Der Prozess verlief zügig: Ministerpräsident Hendrik Wüst steuerte den Übergang effizient. Am 27. Januar 2026 wurde Verena Schäffer zu ihrer Nachfolgerin ernannt und übernahm das Ressort für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Der schnelle Wechsel an der Spitze galt als strategischer Zug Wüsts, um weitere politische Schäden durch die Arbeitsagentur zu begrenzen.

Mit dem Rücktritt rückt die Arbeit des Untersuchungsausschusses wieder in den Fokus – ein Schritt, der mögliche Belastungen für die Landesregierung und die Grünen vor der anstehenden Landtagswahl verringern soll. Dennoch hat die Affäre bereits Spuren in der Bilanz der Regierung hinterlassen: Oppositionspolitiker stellen die Handlungsfähigkeit der Regierung infrage.

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Paul war eine zentrale Figur in der Kontroverse – ihr Abgang beendet diese jedoch nicht. Die offenen Fragen zur Krisenbewältigung der Landesregierung bleiben bestehen. Die neue Ministerin steht nun vor der Herausforderung, das Vertrauen in ihr Ressort wiederherzustellen. Unterdessen setzt der Untersuchungsausschuss seine Arbeit fort, um die systemischen Versäumnisse aufzuklären, die zur Eskalation geführt haben.