„Jagd & Hund“ 2026: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Trophäen-Streit
Kunigunde SegebahnJagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ 2026: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Trophäen-Streit
Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund öffnet vom 10. bis 18. Januar 2026 in Dortmund ihre Tore. Die Veranstaltung wird Zehntausende Besucher anziehen und über 700 Aussteller aus 36 Ländern präsentieren. Neben der neuesten Jagdausrüstung wartet das Programm mit Wettbewerben, Kochvorführungen und Live-Tierpräsentationen auf – nicht ohne Kritik.
Die neuntägige Messe zeigt modernste Jagdtechnik, Schusswaffen und Geländefahrzeuge. Besucher können zudem Vorträge zu praktischen Jagdfertigkeiten besuchen und Vorführungen von mehr als 1.300 Jagdhunden aus 59 Rassen erleben. Falknereishows runden das Spektakel ab.
Bei einem Wettkampf treten Deutschlands beste Hirschrufer gegeneinander an, während Köche beim Wild Food Festival Gerichte aus Wildbret zubereiten. Die Messe unterstreicht die starke Jagdkultur des Landes: Fast 468.000 Menschen besitzen hier einen Jagdschein, davon allein knapp 100.000 in Nordrhein-Westfalen. Tierschutzorganisationen wie PETA Deutschland üben scharfe Kritik, da auf der Messe auch afrikanische Trophäenjagden beworben werden – etwa auf Löwen oder Elefanten. Die Veranstalter und Vertreter afrikanischer Länder betonen hingegen, dass diese Jagden legal reguliert seien und dem Artenschutz dienten. Trotz der Kontroversen bleibt die Jagd & Hund ein zentraler internationaler Branchentreff, der Tradition und moderne Technologie verbindet.
Bis zum 18. Januar bietet die Dortmunder Messe sowohl Fachbesuchern als auch der Öffentlichkeit Einblicke in aktuelle Trends der Jagdszene. Während Aussteller nachhaltige Praktiken bewerben, sorgen die angebotenen Trophäenjagd-Reisen weiterhin für Widerstand. Umfang und Vielfalt der Veranstaltung spiegeln die tief verwurzelte Jagdkultur in Deutschland und darüber hinaus wider.






