Illegales Fußballfeld im Garten: Familie riskiert Abriss nach Nachbarbeschwerden
Ivan SchachtIllegales Fußballfeld im Garten: Familie riskiert Abriss nach Nachbarbeschwerden
Eine Familie in Telgte hat ohne Baugenehmigung einen privaten Fußballplatz in ihrem Garten errichtet. Das 16 mal 8 Meter große Spielfeld – ausgestattet mit Flutlicht und Toren – hat Beschwerden von örtlichen Nachbarn ausgelöst. Die örtlichen Behörden empfehlen nun, eine nachträgliche Genehmigung für die Anlage abzulehnen.
Die Familie Salomon baute den Platz in ihrem Hinterhof, komplett mit Netzen, Absperrungen und Beleuchtung. Vor Baubeginn holte sie jedoch keine behördliche Zustimmung ein. Bald meldeten sich Nachbarn, die sich über Lärmbelästigung durch die Spiele beschwerten.
Die Stadt Telgte erklärte den Platz in einem reinen Wohngebiet ohne Bebauungsplan für unzulässig. Im Februar 2026 erließen die Behörden eine Baueinstellungsverfügung und leiteten Warnungen ein. Rechtliche Schritte umfassen ein baurechtliches Vollstreckungsverfahren sowie eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Verstöße gegen Bauvorschriften.
Auch der Kreis Warendorf wird voraussichtlich gegen den Platz Stellung beziehen. Trotz der wahrscheinlichen Ablehnung gibt sich Robert Salomon optimistisch, dass die Familie den Platz nicht sofort abbauen muss. Ein gerichtlich verfügtes Baustopp bleibt vorerst in Kraft, während die Behörden den Genehmigungsantrag prüfen.
Die Zukunft des Platzes hängt nun vom Ausgang des Vollstreckungsverfahrens ab. Sollte die nachträgliche Genehmigung verweigert werden, könnte sich ein eventueller Abriss dennoch verzögern. Die Behörden bewerten den Fall weiterhin nach den geltenden Bauvorschriften.






