Hunderte protestieren gegen Castor-Transporte – Gericht erlaubt Brücken-Marsch über die A2
Friedl RädelHunderte protestieren gegen Castor-Transporte – Gericht erlaubt Brücken-Marsch über die A2
Rund 100 Atomkraftgegner werden an diesem Samstag in Bottrop gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall demonstrieren. Die Kundgebung, die sich gegen die umstrittenen Castor-Transporte richtet, beginnt um 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2 in Bottrop-Süd. Aktivisten fordern seit Langem die Einstellung der Transporte aus Sorge um die Sicherheit.
Die Demonstrationsroute führt die Teilnehmer durch Wohnviertel und über Brücken, die die Autobahn A2 überspannen. Die Polizei hatte den Zugang zu den Brücken zunächst mit Verweis auf Sicherheitsrisiken gesperrt. Doch die Initiative Bündnis gegen Atomanlagen erstritt in letzter Minute vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen das Recht, diese zu überqueren.
Die Proteste finden statt, während 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll von Jülich nach Ahaus gebracht werden sollen. Offizielle Termine für die Castor-Transporte wurden bisher nicht bekannt gegeben. Unterdessen hat die Umweltorganisation BUND NRW rechtliche Schritte gegen die Genehmigung der Transporte eingeleitet und argumentiert, diese bergen inakzeptable Gefahren. Aktivisten bezeichnen die geplanten Transporte als hochriskant. Mit ihrer Demonstration wollen sie auf die Risiken möglicher Unfälle und langfristiger Gefahren durch den Transport radioaktiver Stoffe aufmerksam machen.
Durch das Gerichtsurteil dürfen die Demonstranten nun die A2-Brücken während ihres Marsches nutzen. Die Organisatoren gehen davon aus, dass die Kundgebung wie geplant durch Bottrops Straßen verlaufen wird. Das Ergebnis der Klage des BUND NRW könnte zudem beeinflussen, ob die Castor-Transporte wie vorgesehen stattfinden.






