Holocaust-Überlebende Anna Strishkowa spricht im Januar in Ibbenbüren über Erinnerung und Identität
Ivan SchachtHolocaust-Überlebende Anna Strishkowa spricht im Januar in Ibbenbüren über Erinnerung und Identität
"Stimme der Geschichte – Erinnern für unsere Zukunft": Eine Veranstaltungsreihe in Ibbenbüren
Im Januar findet in Ibbenbüren eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Titel "Stimme der Geschichte – Erinnern für unsere Zukunft" statt. Das Programm markiert den 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und präsentiert die Holocaust-Überlebende Anna Strishkowa. Schulen, Kirchen und das Kulturhaus Ibbenbüren bieten Vorträge, Filmvorführungen und Diskussionen an – alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei zugänglich.
Höhepunkt ist ein öffentliches Gespräch mit Anna Strishkowa am 27. Januar 2026 im Kulturhaus. Ihr Besuch umfasst Filmvorführungen, Schulprojekte und Kirchenvorträge, die sich mit den Themen Erinnerung und Identität auseinandersetzen.
Den Auftakt der Veranstaltungswoche bildete die Vorstellung des Dokumentarfilms "Black Sugar – Red Blood", der Strishkowas Suche nach ihrer Identität nach ihrer Befreiung aus Auschwitz im Alter von vier Jahren begleitet. Zusammen mit dem Fotografen Luigi Toscano präsentierte sie den Film lokalen Schülerinnen und Schülern.
Am 22. Januar 2026 spricht Strishkowa um 19:30 Uhr in der St.-Antonius-Kirche in Hörstel. Vier Tage später, am 26. Januar, ist sie zur gleichen Zeit in der St.-Margaretha-Kirche in Lengerich zu Gast. Beide Vorträge sind Teil der Gedenkveranstaltungen. Der zentrale Abend findet am 27. Januar im Kulturhaus statt: Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort, gefolgt von einer Einführung durch Prof. Dr. Christoph Rass. Anschließend moderieren Barbara Kurlemann und Christoph Moormann ein Gespräch mit Strishkowa über ihre Erfahrungen von Krieg und Vertreibung. Live-Musik begleitet die Gesprächsrunde. Noch am selben Tag versammeln sich Schulen aus Ibbenbüren in der Christuskirche zu einem gemeinsamen Programm. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte begehen den Jahrestag mit Lesungen, Reflexionen und Darbietungen zum Thema Holocaust.
Alle Vorträge und Diskussionen sind kostenfrei, musikalische Beiträge inklusive. Strishkowas Besuche in Kirchen, Schulen und im Kulturhaus verbinden persönliche Zeitzeugnisse mit historischer Erinnerung. Die Veranstaltungsreihe endet am 27. Januar – dem Tag, an dem vor 81 Jahren Auschwitz befreit wurde.






