Guido Cantz: Trump lässt Satiriker alt aussehen - Guido Cantz’ Trump-Witz wird auf bizarre Weise zur Realität
Ein Witz des deutschen Komikers Guido Cantz über Donald Trump und den Friedensnobelpreis ist auf unerwartete Weise Wirklichkeit geworden. Jahre, nachdem er sich über die Ambitionen des damaligen US-Präsidenten lustig gemacht hatte, haben aktuelle Ereignisse der Pointe eine überraschende Wendung gegeben. Cantz hatte einst scherzhaft behauptet, Trump werde sich den Preis "mit Gewalt nehmen" – doch die Geschichte endete damit nicht.
Cantz fand Trump schon lange ein schwieriges Thema für seine Comedy. Die schnelle Abfolge von Aussagen und Handlungen des Politikers ließ Witze oft innerhalb von Tagen veralten. Doch eine Zeile blieb hängen: In einem früheren Auftritt prophezeite Cantz, Trump werde den Friedensnobelpreis einfordern, falls man ihn ihm verweigere.
Tatsächlich schrieb Trump später selbst an Norwegens Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und drängte auf die Auszeichnung. Er behauptete sogar, acht Kriege beendet zu haben – doch der Preis blieb aus. Stattdessen ging der Friedensnobelpreis 2025 an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado. Die überraschende Volte kam, als Machado Trump ihre Medaille als Zeichen des Respekts überreichte. Der Moment erinnerte an Cantz’ alten Witz – nur ganz anders, als es jemand erwartet hätte.
Das Nobelkomitee ehrte Trump nie, doch Machados symbolische Geste verlieh Cantz’ Scherz ein ironisches Nachleben. Für einen Komiker, dessen Pointen sonst schnell an Aktualität verlieren, überdauerte der Humor diesmal die Schlagzeilen. Die Übergabe der Medaille verknüpft nun eine politische Geste mit einem Jahre alten Witz – und beweist, dass manche Witze besser altern als andere.






