Gestohlener Bierkrug kehrt nach 48 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück
Ivan SchachtGestohlener Bierkrug kehrt nach 48 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück
Ein gestohlener Bierkrug ist nach fast 50 Jahren in Münchens berühmtes Hofbräuhaus zurückgekehrt. Eine amerikanische Touristin, die ihn 1976 mitgenommen hatte, gab das Stück kürzlich zurück – zusammen mit 20 Euro als Ausgleich für die Kosten. Sie behauptete, die Entwendung sei versehentlich geschehen.
Das Hofbräuhaus teilte die Geschichte auf Facebook und verriet, dass solche Rückgaben mehrmals im Jahr vorkommen. In den letzten fünf Jahren wurden rund 1.200 vermisste Krüge wiederbeschafft oder entschädigt, davon etwa 300 aus der Zeit vor 1990.
Die Touristin, die 1976 die Gaststätte besuchte, behielt den Krug jahrzehntelang, bevor sie sich entschied, ihn zurückzuschicken. Vor der Rückgabe informierte sie sich auf der Website des Hofbräuhauses über den aktuellen Preis eines Krugs. Anschließend schickte sie das Stück per Post – zusammen mit 20 Euro als Wiedergutmachung.
Das Hofbräuhaus führt keine Statistik über fehlende Krüge, erhält aber etwa drei- bis viermal jährlich zurückgesandte Gegenstände oder Briefschreiben. Trotz Sicherheitsvorkehrungen gegen Diebstahl verschwinden immer wieder Krüge. In diesem Fall wird der zurückgezahlte Betrag von 20 Euro an einen guten Zweck gespendet, konkret an die Initiative Buntes Münchner Kindl.
Die Gaststätte machte die Geschichte in einem Facebook-Post öffentlich und zeigte den zurückgegebenen Krug sowie den Brief der Touristin. Zwar kommt es hin und wieder zu versehentlichen Entwendungen, doch in den letzten Jahren gab es eine stetige Zahl ähnlicher Rückgaben.
Der zurückgegebene Krug reiht sich ein in Hunderte weiterer, die seit 2021 wiederaufgetaucht sind. Die 20 Euro werden dem Hofbräuhaus zufolge an eine lokale Kinderhilfsorganisation gehen. Solche Vorfälle zeigen, wie lang vermisste Gegenstände manchmal ihren Weg zurückfinden – selbst nach einem halben Jahrhundert.






