24 April 2026, 12:33

Fußballgewalt geht zurück – doch Pyro-Missbrauch und gewaltbereite Fans nehmen zu

Fußballspieler auf einem Feld mit einer großen Menge im Hintergrund.

Fußballgewalt geht zurück – doch Pyro-Missbrauch und gewaltbereite Fans nehmen zu

Fußballbedingte Gewalt und Straftaten sind in der vergangenen Saison zurückgegangen, wie aktuelle Zahlen zeigen. Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) wertete 2.683 Spiele in den deutschen Ligen der Saison 2024/2025 aus. Zwar gab es in einigen Bereichen Fortschritte, doch bleiben die missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik und gewalttätiges Fanverhalten problematisch.

In den ersten drei Ligen sanken die Verletzungen bei Spielen um 17,2 % – insgesamt wurden 1.107 Fälle registriert. Auch Ordner waren seltener betroffen: Ihre Verletzungen gingen um 44 % auf 89 zurück. Noch deutlicher war der Rückgang bei der Polizei, wo die Verletzungen um 48 % auf 160 betroffene Beamte sanken.

Strafverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal nahmen um 22 % ab und beliefen sich auf 5.197 Fälle. Insgesamt verringerte sich der Einsatzaufwand für Bundes- und Landespolizei um fast 8,8 %. Dennoch blieb die Belastung für die Beamten hoch, da die Risiken weiterhin bestehen.

Allerdings stieg der Missbrauch von Pyrotechnik um 73 % an – 4.783 Verstöße wurden gezählt. Dadurch kam es zu 95 Verletzungen, obwohl Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz bei 468 lagen. Ein weiteres alarmierendes Phänomen war der Anstieg gewaltbereiter Fans: Rund 18.000 Personen aus 53 Vereinen gelten nun als gewaltgeneigt – 280 mehr als im Vorjahr.

Die Zuschauerzahlen stiegen um 15 % auf 32,95 Millionen Besucher in allen Wettbewerben.

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Der Bericht zeigt gemischte Erfolge bei der Bekämpfung von fußballbezogenen Ausschreitungen. Weniger Verletzungen und Straftaten deuten auf Teilerfolge hin, doch der starke Anstieg von Pyrotechnik-Missbrauch und gewalttätigen Fans bleibt eine Herausforderung. Die Behörden müssen diese Probleme angehen, besonders angesichts weiter steigender Zuschauerzahlen.

Quelle