12 February 2026, 15:24

Führerschein-Reform: Bundesregierung will Kosten von über 3.000 Euro senken

Ein Plakat mit dem Text "Bundesstaaten vergeuden $3.613.969.972 durch die Durchsetzung von Marihuanagesetzen" und ein Bild eines Mülltonnen mit Geldscheinen.

Führerschein-Reform: Bundesregierung will Kosten von über 3.000 Euro senken

Führerschein in Deutschland: Über 3.000 Euro – jetzt plant die Bundesregierung eine Reform

Der Erwerb eines Führerscheins in Deutschland kostet mittlerweile mehr als 3.000 Euro und stellt für Fahrschüler eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Als Reaktion darauf hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ein Reformpaket vorgelegt, das diese Ausgaben senken soll. Die geplanten Änderungen umfassen neue Ausbildungsmöglichkeiten und einen vereinfachten Prüfungsablauf, um das Fahrenlernen erschwinglicher und flexibler zu gestalten.

Aktuell sieht der Standard-Führerschein der Klasse B 14 Doppelstunden Theorieunterricht und 12 Pflichtfahrstunden vor. Diese strengen Vorgaben in Kombination mit hohen Gebühren haben die Kosten auf über 3.000 Euro getrieben. Schnieders Reformvorschläge beinhalten eine Reduzierung der Theorieprüfungsfragen, die Zulassung von Online-Unterricht sowie die Einführung einer "Laienausbildung" – dabei könnten Eltern oder Freunde Übungsfahrten begleiten.

Der ADAC begrüßt zwar die Idee, durch Laienausbildung mehr Praxis zu ermöglichen, äußert jedoch Bedenken zur praktischen Umsetzung. Eine bereits bestehende Sparmöglichkeit sind Verkehrsübungsplätze: So bietet etwa die ADAC-Anlage in Kaarst Übungsstunden für 20 Euro pro Stunde an. Ähnliche Zentren gibt es bundesweit, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, mit Features wie Nass- und Trockenstrecken, Schleuderkursen oder Aquaplaning-Simulationen.

Das Üben auf Privatgelände ist erlaubt, sofern das Areal klar gekennzeichnet ist und eine Genehmigung vorliegt. Ohne Führerschein auf öffentlichen Straßen zu fahren – selbst auf leeren Parkplätzen oder am Wochenende – bleibt jedoch eine Straftat. Die Reformen des Ministeriums müssen noch das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, das voraussichtlich neun bis zwölf Monate dauern wird. Mit einer Umsetzung ist frühestens 2027 zu rechnen.

Bis dahin können Fahrschüler durch den Vergleich verschiedener Fahrschulen mehrere hundert Euro sparen. Langfristig könnten die geplanten Reformen jedoch eine breitere Entlastung für alle bringen, die mit den hohen Kosten für den Führerschein kämpfen.

Ziel der Reformen: Geringere Kosten durch flexiblere Ausbildung und weniger Prüfungsauflagen Falls die Änderungen verabschiedet werden, treten sie voraussichtlich 2027 in Kraft und bieten Fahrschülern günstigere Wege, Praxiserfahrung zu sammeln. Bis dahin bleiben Verkehrsübungsplätze und ein kritischer Vergleich der Fahrschulen die besten Möglichkeiten, um die Ausgaben zu drücken.

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