16 April 2026, 18:32

Friseurpreise explodieren: Bis zu 31 Prozent teurer seit 2020 – doch viele Kunden bleiben weg

Frau mit roter Haarpracht auf dem Cover einer Berliner Leben-Zeitschrift im 1950er-Jahre-Stil mit fetter schwarzer Schrift, die 'Berliner Lebens.' lautet

Preise für Haarschnitte sind deutlich gestiegen - Friseurpreise explodieren: Bis zu 31 Prozent teurer seit 2020 – doch viele Kunden bleiben weg

Friseurpreise in Deutschland steigen stark – seit 2020 um bis zu 31 Prozent

In den vergangenen fünf Jahren sind die Kosten für einen Haarschnitt in Deutschland deutlich gestiegen. Im September 2025 lagen die Preise für Damenfrisuren im Schnitt 28 Prozent höher als 2020, während Herren- und Kinderhaarschnitte sogar 31 Prozent teurer wurden. Hinter dem Preisanstieg stecken höhere Löhne, explodierende Energiekosten sowie die allgemeine Inflation, die sich auf Materialien und Betriebskosten auswirkt.

Ein Standard-Damenschnitt inklusive Wäsche und Föhn kostet mittlerweile durchschnittlich rund 54 Euro, bei Männern sind es etwa 33 Euro für den gleichen Service. Trotz der gestiegenen Ausgaben zeigen sich große Unterschiede im Konsumverhalten: Nur 8 Prozent der Deutschen zahlen pro Besuch weniger als 15 Euro, während 26 Prozent ganz auf Friseurbesuche verzichten. 28 Prozent geben in der Regel 15 bis 29 Euro aus, 20 Prozent zahlen 30 bis 49 Euro und 14 Prozent lassen sich einen einzelnen Termin mehr als 50 Euro kosten.

Branche kämpft mit Nachwuchsmangel und sinkenden Umsätzen Auch die Friseurbranche selbst steht vor Herausforderungen. Zwischen 2014 und 2023 sank die Zahl der Auszubildenden von 23.540 auf 13.509, wobei 2024 ein leichter Anstieg zu verzeichnen war. Die Beschäftigtenzahl ging ebenfalls zurück: Im vergangenen Jahr arbeiteten noch knapp 150.000 Menschen im Sektor – 300 weniger als 2023. Der Gesamtumsatz belief sich 2024 auf 7,67 Milliarden Euro, doch die Prognosen deuten auf einen Rückgang im kommenden Jahr hin, da immer weniger Kunden Termine buchen.

Barbershops drängen traditionelle Salons zurück Zudem verschärft sich der Wettbewerb, da klassische Friseursalons zunehmend mit Barbershops konkurrieren müssen. Diese oft günstigeren Alternativen machen mittlerweile etwa ein Fünftel der 80.363 gemeldeten Friseurbetriebe in Deutschland aus. Besonders in Städten verändern sie die Gewohnheiten der Verbraucher, wenn es um die Wahl des Friseurs geht.

Fazit: Höhere Preise, weniger Kunden, schrumpfende Belegschaft Die Branche muss sich an die gestiegenen Kosten und die veränderte Nachfrage anpassen. Da die Preise seit 2020 um fast ein Drittel gestiegen sind, geben viele Kunden entweder mehr aus oder gehen seltener zum Friseur. Gleichzeitig schrumpft die Belegschaft weiter, und die Umsätze dürften 2025 noch stärker zurückgehen.

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