31 December 2025, 15:16

Fords Kölner Werk kämpft um Überleben: Elektro-Umstellung scheitert an Absatzflaute und Jobabbau

Eine Stadtansicht mit Kraftfahrzeugen auf Straßen, Gebäuden, Bäumen, Strommasten, elektrischen Kabeln, Geländern und Himmel.

Fords Kölner Werk kämpft um Überleben: Elektro-Umstellung scheitert an Absatzflaute und Jobabbau

Kölns Ford-Werk stellt vollständig auf Elektroautos um – doch die Umstellung bringt neue Probleme mit sich. Die Absatzzahlen der beiden Hauptmodelle, des Explorer und des Capri, liegen weit unter den Erwartungen. Nun drohen dem Standort massive Stellenstreichungen und ein drastischer Produktionsrückgang.

Das Kölner Werk läuft derzeit nur mit 26 Prozent seiner Kapazität von 250.000 Fahrzeugen und ist damit weit von der Rentabilität entfernt. Ab Januar wird der Betrieb auf eine Schicht reduziert – die Zukunft des Standorts ist ungewiss. Bis Ende 2027 sollen rund 3.700 Arbeitsplätze – fast ein Drittel der Belegschaft – wegfallen.

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Arbeiter und Gewerkschaften sind verärgert über Fords Entscheidung, neue, günstige Elektromodelle stattdessen im französischen Werk von Renault zu bauen und nicht in Köln. Das Unternehmen gibt zu, den europäischen Markt falsch eingeschätzt zu haben: Statt bezahlbarer Modelle setzte man auf teure E-Autos – doch die Käufer wollten günstigere Alternativen. Dieser Fehler kommt Ford teuer zu stehen: Der Marktanteil bei Pkw in Europa liegt mittlerweile knapp über drei Prozent.

Mitte Dezember änderte Konzernchef Jim Farley die Strategie, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump Steuervorteile für Elektroautos strich und Verbrennermotoren förderte. Ford streicht nun die zweite Generation seiner E-Autos für den US-Markt und schreibt 19,5 Milliarden Dollar ab. Um in Europa wieder Fuß zu fassen, plant das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit Renault bei der Entwicklung günstigerer Personenwagen.

Die Zukunft des Kölner Werks bleibt ungewiss, während die Produktion schrumpft und Jobs verloren gehen. Fords spätes Setzen auf teure Elektroautos hat die Position in Europa geschwächt – nun soll der Kurswechsel zu günstigeren Modellen die Wende bringen. Die Partnerschaft mit Renault könnte einen Ausweg bieten, doch der Weg dorthin wird steinig.