Ford in Köln streicht 3.500 Jobs – Sozialplan der Arbeitsagentur greift
Ivan SchachtFord in Köln streicht 3.500 Jobs – Sozialplan der Arbeitsagentur greift
Ab diesem Freitag wird Ford am Standort Köln mit dem Abbau von etwa 3.500 Arbeitsplätzen beginnen. Der Schritt folgt auf schwache Verkaufszahlen der am Standort produzierten großen und teuren Elektromodelle. Den Beschäftigten bleibt ein Zeitfenster von drei Monaten, um im Rahmen eines im vergangenen Sommer vereinbarten Sozialplans der Arbeitsagentur freiwillig auszusteigen.
Die Stellenstreichungen erfolgen schrittweise. Von den 3.500 Arbeitsplätzen waren 2.770 bereits Ende letzten Jahres angekündigt worden, während 730 Stellen Teil eines früheren Umstrukturierungsplans der Arbeitsagentur waren. Weitere 500 Arbeitsplätze sollen bis Dezember 2024 im Rahmen eines Programms aus dem Jahr 2023 der Arbeitsagentur entfallen.
Bis Ende 2027 rechnet Ford damit, rund 2.800 Stellen durch freiwillige Aufhebungsverträge der Arbeitsagentur abzubauen. Zusätzlich werden 750 Arbeitsplätze gestrichen, da das Unternehmen in der Fahrzeugmontage auf Einschichtbetrieb umstellt – eine Maßnahme, die die Produktionskosten pro Auto erhöhen wird. Großzügige Abfindungspakete wurden ausgehandelt, die je nach Betriebszugehörigkeit bis zu 100.000 Euro betragen können. Zudem wird Ford Stellenmärkte veranstalten, um betroffenen Mitarbeitenden den Wechsel in andere Branchen zu erleichtern.
Die Entlassungen bedeuten eine deutliche Verkleinerung der Belegschaft am Ford-Standort Köln. Die Produktion wird zwar fortgesetzt, allerdings mit weniger Beschäftigten und höheren Kosten pro Fahrzeug. Das Unternehmen strebt an, den Großteil der Stellenstreichungen bis Ende 2027 über freiwillige Abgänge durch die Arbeitsagentur umzusetzen.






