Festnahme am Bahnhof Rheine: Mann flüchtete ein Jahr vor Ersatzhaft
Ivan SchachtFestnahme am Bahnhof Rheine: Mann flüchtete ein Jahr vor Ersatzhaft
Ein 62-jähriger Mann, der wegen ausstehender Zahlung einer gerichtlich angeordneten Geldstrafe gesucht wurde, ist am 21. Januar 2026 am Bahnhof Rheine festgenommen worden. Bundespolizisten nahmen ihn während einer Routinekontrolle fest, als er vor dem Bahnhof eine Zigarette rauchte. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines seit über einem Jahr bestehenden Haftbefehls wegen nicht beglichener Strafen im Zusammenhang mit einer Gewalttat.
Der Fall begann im April 2025, als das Amtsgericht Stuttgart den Mann wegen schwerer Körperverletzung verurteilte. Statt einer Haftstrafe erhielt er eine Geldstrafe in Höhe von 1.350 Euro. Da er diese nicht zahlte, erließ die Staatsanwaltschaft Stuttgart im Dezember 2025 einen Haftbefehl.
Trotz des Haftbefehls blieb der Mann zunächst auf freiem Fuß, bis Bundesbeamte ihn am Bahnhof Rheine entdeckten. Nach der Überprüfung seiner Identität wurde er in Gewahrsam genommen und später in die Justizvollzugsanstalt Münster überstellt, um dort eine 45-tägige Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten. Die Ersatzstrafe tritt an die Stelle der nicht gezahlten Geldbuße, wobei jeder Tag in Haft 30 Euro der ursprünglichen Strafe entspricht.
Mit der Festnahme endet eine einjährige Fahndung der Behörden. Der Mann wird nun die 45-tägige Strafe in Münster verbüßen und damit die im Jahr 2025 verhängte gerichtliche Sanktion erfüllen. Die Bundespolizei bestätigte, dass die Maßnahme ohne Zwischenfälle verlief.






