15 January 2026, 16:00

„Extrawurst“: Wie ein Weber-Grill einen Tennisverein in die Krise stürzt

Ein Schwarz-Wei├č-Portr├Ąt von Carl Harleman, ein Mann mit ernstem Gesichtsausdruck, der einen langen dunklen Mantel mit hohem Kragen und Manschetten tr├Ągt, die H├Ąnde vor der Brust verschr├Ąnkt, dunkles Haar und konzentrierte Augen.

Schauspieler spricht ├╝ber allt├Ąglichen Rassismus - „Extrawurst“: Wie ein Weber-Grill einen Tennisverein in die Krise stürzt

"Extrawurst" kommt am 15. Januar in die Kinos

Basierend auf dem gleichnamigen Bühnenstück erzählt der Film von einem Tennisverein, der kurz vor seinem jährlichen Sommerfest in Aufruhr gerät. Ein scheinbar harmloser Vorschlag, für das einzige muslimische Mitglied einen separaten Weber Grill aufzustellen, entfacht eine hitzige Debatte – und gefährdet nicht nur das Fest, sondern die Zukunft des gesamten Clubs.

Im Mittelpunkt steht Erol, gespielt von Fahri Yardım, dem 45-jährigen Schauspieler, der vor allem durch "Jerks" bekannt wurde. Seine Bitte um einen eigenen Grill – lieber türkische Sucuk als bayerische Weißwurst – löst Spannungen aus, die sich zu grundsätzlichen Auseinandersetzungen über Identität und Zugehörigkeit auswachsen. Yardım, der selbst eine Zeit lang vegetarisch lebte, hat offen über seine persönliche Verbindung zur Rolle gesprochen und gibt zu, dass er in jedem seiner Charaktere auch Teile von sich selbst entdeckt.

An seiner Seite spielen Hape Kerkeling (61) als strenger Vereinsvorsitzender Heribert und Christoph Maria Herbst (59). Yardım bezeichnet die Zusammenarbeit mit Kerkeling, den er als "lebende Legende" und Vorbild verehrt, als einen der Hauptgründe, warum er die Rolle angenommen hat. In Interviews mit spot on news erläuterte er, wie Erols Entwicklung – vom entspannten Einzelgänger zum widerwilligen Repräsentanten seiner Community – reale Erfahrungen mit Alltagsrassismus widerspiegelt. Zum Begriff "Cancel Culture" äußerte sich der Schauspieler kritisch: Zwar lehnt er die Bezeichnung ab, betont aber die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Sprache. Der Konflikt der Perspektiven im Film bedroht nicht nur das Fest, sondern stellt die Existenz des Vereins infrage – und zwingt die Mitglieder, sich mit tieferen gesellschaftlichen Gräben auseinanderzusetzen.

"Extrawurst" verbindet humorvolle Unterhaltung mit scharfer Gesellschaftskritik und thematisiert Inklusion und Konflikt in einer kleinen Gemeinschaft. Mit einem hochkarätigen Ensemble und Fahri Yardıms vielschichtige Darstellung des Erol – mal komisch, mal nachdenklich – wirft der Film (Kinostart: 15. Januar) einen unterhaltsamen, aber auch reflektierten Blick auf aktuelle Themen. Das Publikum erlebt, wie aus einer einfachen Grill-Bitte ein Wertekonflikt wird, der die Gemeinschaft des Tennisclubs auf eine harte Probe stellt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones