Evangelische Kirche im Rheinland kämpft mit Mitgliederschwund und plant radikale Sparmaßnahmen
Friedl RädelLandessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche im Rheinland kämpft mit Mitgliederschwund und plant radikale Sparmaßnahmen
Die Evangelische Kirche im Rheinland steht vor tiefgreifenden finanziellen Veränderungen, da sie mit einem stetigen Rückgang der Mitgliederzahlen konfrontiert ist. Jährlich verliert die Kirche etwa 70.000 Mitglieder, was die Führungsspitze zum Umdenken bei Finanzierung und Betrieb zwingt. Ein neuer Strategieentwurf wird auf der dieswöchigen Landessynode in Bonn beraten.
Bisher stützt sich die Kirche stark auf die Kirchensteuer, doch der Mitgliederschwund macht dieses Modell zunehmend unhaltbar. Die Verantwortlichen streben nun an, den Haushalt des Kirchenkreises bis 2030 um mindestens 33 Millionen Euro zu kürzen. Ziel ist es, die langfristige Stabilität zu sichern und gleichzeitig eine starke Präsenz in der Region aufrechtzuerhalten.
Die Synode wird über einen Finanzplanentwurf abstimmen, der die Abhängigkeit von schrumpfenden Steuereinnahmen verringern soll. Die Delegierten prüfen Vorschläge zur Straffung der Ausgaben und zur Erschließung alternativer Finanzquellen. Die Debatten folgen auf Jahre des Mitgliederschwunds, der die Kirche zu einer Anpassung ihrer Finanzstrategie gezwungen hat. Bisher wurden keine Details bekannt gegeben, wer den Jahresbericht vor der Synode vorlegen wird. Im Mittelpunkt stehen die Haushaltsabstimmung und die künftige Ausrichtung der Kirche.
Wird die Finanzstrategie verabschiedet, wird sie die Ausgaben der Kirche bis 2030 lenken. Der Plan soll Kostensenkungen mit dem Erhalt der Angebote für eine schrumpfende Gemeinde in Einklang bringen. Das Ergebnis der Synodenabstimmung wird entscheiden, wie die Kirche die finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre meistert.






