Düsseldorf testet Pfandsystem für Mehrwegbecher auf der K 2025 – ein Erfolg für die Kreislaufwirtschaft
Ivan SchachtDüsseldorf testet Pfandsystem für Mehrwegbecher auf der K 2025 – ein Erfolg für die Kreislaufwirtschaft
Mehrwegsystem für Becher auf der K 2025 in Düsseldorf getestet – für weniger Abfall und mehr Kreislaufwirtschaft
Auf der K 2025 in Düsseldorf wurde ein Pfandsystem für Mehrwegbecher erprobt, um Abfall zu reduzieren und kreislauforientierte Praktiken zu fördern. Das von Borealis und der Messe Düsseldorf initiierte Projekt brachte 50.000 Becher aus Polypropylen auf dem gesamten Messegelände in Umlauf. Die Veranstalter wollten damit beweisen, dass auch große, stark frequentierte Events nachhaltige Mehrwegsysteme erfolgreich einführen können.
Die Becher bestanden vollständig aus Polypropylen, das aus chemisch recycelten Materialien gefertigt und besonders leicht, aber dennoch langlebig gestaltet war. OMV lieferte über seine ReOil®-Technologie das recycelte Ausgangsmaterial, während mtm plastics für das mechanische Recycling beschädigter oder zurückgewonnener Becher zuständig war. Weitere Partner richteten die Sammel- und Reinigungsinfrastruktur ein und platzierten rund 50 spezielle Rückgabestellen auf dem Gelände.
Besucher nutzten die Becher für heiße und kalte Getränke an verschiedenen Ständen. Nach Gebrauch gaben sie diese an den Sammelstellen ab, wo die meisten schnell gereinigt und wiederverwendet wurden. Einige Becher landeten jedoch in den allgemeinen Abfallbehältern – ein Zeichen dafür, dass deutlichere Beschilderung oder persönliche Anleitung durch Mitarbeiter nötig sind, um eine korrekte Trennung zu gewährleisten.
Das Feedback der Teilnehmer fiel durchweg positiv aus: Viele lobten die einfache Handhabung und die ökologischen Vorteile des Systems. Der Pilotversuch zeigte, dass selbst bei einer Großveranstaltung wie der K-Messe Mehrwegsysteme reibungslos funktionieren können – vorausgesetzt, Planung und Zusammenarbeit stimmen.
Das Projekt demonstrierte erfolgreich, wie große Events durch wiederverwendbare Lösungen Abfall vermeiden können. Rund 50.000 Becher wurden im Umlauf gehalten, und das Vorhaben lieferte ein praxistaugliches Modell für künftige Veranstaltungen. Die Organisatoren werden nun prüfen, wie sie die Sammelprozesse optimieren und ähnliche Systeme in Zukunft ausbauen können.






