Dortmund und Stuttgart liefern 3:3-Spektakel – doch Gewalt überschattet den Fußballabend
Kunigunde SegebahnDortmund und Stuttgart liefern 3:3-Spektakel – doch Gewalt überschattet den Fußballabend
Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart trennten sich vor 81.365 Zuschauern im Signal Iduna Park mit 3:3. Das Spiel der 11. Bundesliga-Runde bot hochklassigen Fußball, wurde jedoch von mehreren gewalttätigen Vorfällen vor und nach dem Abpfiff überschattet. Die Polizei ermittelt in zehn Strafverfahren, auch wenn die überwiegende Mehrheit der Fans friedlich blieb.
Der Tag begann mit einem Angriff auf einen 27-jährigen Mann aus Dinslaken. Als dieser in der Nähe des Stadions einen E-Scooter mieten wollte, wurde er von einer Gruppe auswärtiger Fans angegriffen. Das Opfer musste medizinisch versorgt werden, konnte die Klinik später aber wieder verlassen.
Im Stadion selbst erlitt ein 68-jähriger Dortmund-Anhänger während der Partie einen medizinischen Notfall. Trotz sofortiger Hilfe verstarb er später im Krankenhaus. Der Verein sprach den Angehörigen sein Beileid aus.
Nach dem Spiel kam es erneut zu Ausschreitungen: Ein 22-jähriger Österreicher wurde von Stuttgart-Fans attackiert – das Ausmaß seiner Verletzungen ist noch unklar. Bei einem weiteren Vorfall schlug ein 22-Jähriger einem 25-Jährigen mit einem Barhocker gegen den Kopf, wobei das Opfer schwer verletzt wurde. Zudem befanden sich fünf Dortmund-Fans unter den Gästefans, von denen einer leicht verletzt wurde. Weitere Unruhen gab es, als drei Männer mit einem Notfallhammer die Scheibe eines Sonderdienstbusses einschlugen.
Die Polizei bestätigte, dass alle Vorfälle untersucht werden, bisher jedoch noch keine Tatverdächtigen für die schwerwiegendsten Angriffe ermittelt werden konnten. Die Behörden riefen Zeugen auf, sich zu melden, und verwiesen Journalisten für weitere Informationen an die Dortmunder Polizei.
Der Spieltag endete damit ambivalent: mit packendem Fußball auf dem Platz und gewalttätigen Zwischenfällen abseits des Rasens. Zehn Strafverfahren wurden eingeleitet, doch die meisten der 7.700 mitgereisten Stuttgart-Fans verhielten sich unauffällig. Die Ermittlungen zu den Gewaltvorfällen laufen noch – die Polizei wertet Beweismaterial aus und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.






