07 February 2026, 20:59

Deutschland und Indien vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit trotz geopolitischer Herausforderungen

Ein Plakat von 1913-1914 für die Ab Nordiska Company in Stockholm, das vier Frauen in einer Reihe zeigt, jede trägt ein Kleid und Hut in einer anderen Farbe, mit beschreibendem Text.

Deutschland und Indien vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit trotz geopolitischer Herausforderungen

Deutsche und indische Unternehmen stärken ihre Beziehungen – Handel, Technologie und politische Zusammenarbeit im Aufwind

Ein kürzlicher Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Indien unterstrich die Bemühungen, die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu vertiefen. Gleichzeitig erweitern Unternehmen wie Techno Design ihre Aktivitäten und setzen auf Indiens wachsende Rolle als globaler Wirtschaftsstandort.

Im Februar 2026 reiste eine Delegation des Digitalausschusses des Deutschen Bundestags nach Bengaluru, um über künstliche Intelligenz, digitale Innovation und die Digitalisierung ländlicher Regionen zu sprechen. Die Reise folgte auf Jahre intensiverer Zusammenarbeit zwischen deutschen und indischen Firmen, insbesondere in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Zwar liegen keine genauen Investitionszahlen vor, doch Branchenverbände wie der VDMA melden positive Signale – vor allem im Maschinenbau.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Neu-Delhi wirbt aktiv um deutsche Investitionen und Spitzentechnologie, um die Abhängigkeit von China und Russland zu verringern. Berlin wiederum sieht in Indien einen strategischen Partner angesichts sich verschiebender globaler Bündnisse. Dennoch bleiben Differenzen in der China- und Russlandpolitik eine Herausforderung für die Verhandlungen.

Für Unternehmen sind die Chancen greifbar: Techno Design, ein Düsseldorfer Modeunternehmen des indischen Unternehmers Rajive Ranjan, nutzt 3D-Visualisierung, um digitale Kleidung für große deutsche und US-amerikanische Marken zu entwickeln. Die Produktion verteilt sich auf Indien, China und Bangladesch, doch das Unternehmen plant nun, seinen indischen Mitarbeiterstab auszubauen. Ranjan erhofft sich zudem von einem künftigen Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien niedrigere Zölle und erleichterten Zugang zu Fachkräften.

Lokale Wirtschaftsnetzwerke wie das Indien-Kompetenzzentrum bestätigen das wachsende Interesse an Indien als diversifiziertem Wirtschaftspartner. Gleichzeitig warnen Unternehmer, dass europäische Regularien – besonders für kleinere Unternehmen – nach wie vor ein Hindernis beim Markteintritt darstellen.

Die Annäherung zwischen Deutschland und Indien gewinnt an Fahrt: Politische Besuche und unternehmerische Expansionspläne deuten auf eine langfristige Partnerschaft hin. Investitionen wie die von Techno Design in KI-gestützte Mode und den Ausbau der Belegschaft spiegeln das Vertrauen in Indiens wirtschaftliches Potenzial wider. Dennoch werden regulatorische Hürden und geopolitische Unterschiede entscheiden, wie schnell diese Pläne Wirklichkeit werden.