10 April 2026, 16:30

Deutsches Konsortium baut europäisches Netzwerk für militärische E-Fuels auf

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrikhalle mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, Metallstangen und -pfosten, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Deutsches Konsortium baut europäisches Netzwerk für militärische E-Fuels auf

Eine Gruppe deutscher Industrie- und Cleantech-Unternehmen hat sich zusammengeschlossen, um in Europa ein Netzwerk modularer E-Fuel-Anlagen aufzubauen. Das Projekt mit dem Namen Giga PtX zielt darauf ab, synthetische Kraftstoffe für militärische Zwecke herzustellen und gleichzeitig die Abhängigkeit von globalen Lieferketten fossiler Brennstoffe zu verringern. Rheinmetall, ein Spezialist für Verteidigungsinfrastruktur, wird die Initiative leiten und deren frühe Entwicklung finanzieren.

Die Zusammenarbeit bündelt das Know-how mehrerer Unternehmen. Rheinmetall übernimmt die Planung, den Bau und den Betrieb der Anlagen. Um den Fortschritt zu beschleunigen, wird das Unternehmen eigenes Kapital in die europäische Power-to-X-Infrastruktur investieren.

Sunfire, ein Hersteller von Elektrolyseuren, stellt Hochtemperatur-Elektrolyseure bereit, mit denen Wasserstoff erzeugt wird – ein zentraler Bestandteil der E-Fuel-Produktion. Greenlyte, ein Spezialist für CO₂-Abscheidung, liefert das benötigte Kohlendioxid. Ineratec setzt anschließend die Fischer-Tropsch-Technologie ein, um aus Wasserstoff und CO₂ flüssige Kraftstoffe wie Diesel, Marinediesel oder Kerosin herzustellen.

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Jede Anlage soll jährlich zwischen 5.000 und 7.000 Tonnen E-Fuel produzieren. Innerhalb von fünf Jahren strebt das Projekt eine jährliche Produktion von rund 20 Millionen Litern an. Bis 2030 plant das Konsortium den Aufbau mehrerer hundert ähnlicher Anlagen in ganz Europa.

Das Giga PtX-Projekt konzentriert sich auf die Schaffung einer sicheren, lokal produzierten Kraftstoffversorgung für militärische Anwendungen. Mit modularen Anlagen, die für eine schnelle Inbetriebnahme ausgelegt sind, soll ein dezentrales Netzwerk entstehen. Bei Erfolg könnte die Initiative die Abhängigkeit Europas von importierten fossilen Brennstoffen deutlich verringern.

Quelle