20 January 2026, 09:42

Deutsche Telekom kauft Millionen Aktien zurück – doch der Netzumbau droht zum Stolperstein zu werden

Ein großes Gebäude mit zahlreichen Fenstern, identifiziert als die Deutsche Bank Hauptverwaltung, umgeben von Straßenmasten, Straßenlaternen, Namensschildern, Kraftfahrzeugen, Büschen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Deutsche Telekom kauft Millionen Aktien zurück – doch der Netzumbau droht zum Stolperstein zu werden

Deutsche Telekom beschleunigt Aktienrückkauf – und steht vor Herausforderungen beim Netzausbau

In der zweiten Januarwoche 2026 allein hat die Deutsche Telekom mehr als 1,5 Millionen eigene Aktien für 42,3 Millionen Euro zurückgekauft. Gleichzeitig drängen Regulierungsbehörden auf die Abschaltung veralteter DSL-Dienste, um den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland voranzutreiben.

Das Aktienrückkaufprogramm startete am 5. Januar 2026. Bis Mitte Januar hatte das Unternehmen bereits insgesamt 3.036.911 Aktien erworben. Die jüngste Tranche von 1.508.650 Aktien schlug mit 42,3 Millionen Euro zu Buche.

Parallel dazu treibt die Bundesnetzagentur die Stilllegung bestimmter DSL-Bereiche voran. Ziel ist es, Kunden zu schnelleren Glasfaseranschlüssen zu bewegen. Die Bundesregierung will das langsame Internet über herkömmliche Telefonleitungen schrittweise abschaffen. Die Deutsche Telekom plant, ihr Fiber-to-the-Home-(FTTH-)Netz bis 2027 auf über 7 Millionen Haushalte und Unternehmen auszuweiten – das entspricht etwa 1,5 Millionen neuen Glasfaseranschlüssen pro Jahr. In Regionen, in denen DSL abgeschaltet wird – etwa in Teilen Bayerns und Nordrhein-Westfalens –, hat der Glasfaserausbau Priorität. Betroffene Kunden erhalten eine Frist von 12 bis 18 Monaten und werden vorübergehend auf Vectoring-Technologie umgestellt, die Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s ermöglicht.

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Der erzwungene DSL-Ausstieg könnte jedoch die Wachstumsstrategie des Konzerns beeinträchtigen. Die Deutsche Telekom warnt zudem, dass zwangsweise Trennungen während der Umstellung zu Kundenverlusten führen könnten.

Das Unternehmen balanciert somit zwischen finanziellen Maßnahmen und einem grundlegenden Netzumbau. Während die Aktienrückkäufe wie geplant fortgesetzt werden, birgt der Wechsel von DSL zu Glasfaser operative Risiken. Kunden in ausgewählten Regionen müssen sich bald auf Änderungen bei ihren Internetanschlüssen einstellen – die Zukunft gehört der Glasfaser.