Cyberangriff auf Mönchengladbacher Apotheke: Erpresser fordern Lösegeld für gestohlene Daten
Friedl RädelCyberangriff auf Mönchengladbacher Apotheke: Erpresser fordern Lösegeld für gestohlene Daten
Cyberangriff legt Laurentius Apotheke in Mönchengladbach lahm
In den frühen Morgenstunden des Dienstags traf ein Cyberangriff die Laurentius Apotheke in der Lindenstraße in Mönchengladbach. Unbekannte Täter zerstörten den Server der Apotheke, verschlüsselten lebenswichtige Daten und hinterließen eine Erpressungsforderung. Der Vorfall zwang das Unternehmen, den Großteil des Tages zu schließen, während die Mitarbeiter daran arbeiteten, den Betrieb wiederherzustellen.
Der Inhaber Delbrin Houri entdeckte den Serverausfall am Morgen. Er kontaktierte umgehend seinen Softwareanbieter Aposoft, um das Problem zu melden. Ein Techniker fand später eine auf Englisch verfasste Erpressernachricht auf dem TSE-Stick der Apotheke, in der die Hacker für die gestohlenen Daten ein Lösegeld forderten.
Durch den Angriff wurden kritische Daten mehrerer Tage gelöscht, sodass die Apotheke handlungsunfähig war. Houri informierte die Polizei, die von einer Zahlung des Lösegelds abriet und vor weiteren Angriffen warnte. Ohne Zugang zu E-Rezepten drohten der Apotheke Verluste von etwa 20.000 Euro, falls die Datensätze nicht wiederhergestellt werden könnten. Das Geschäft blieb bis etwa 15 Uhr geschlossen, bis ein Ersatzserver die Wiedereröffnung ermöglichte. Später gab Houri bekannt, dass seine Versicherungspolice keine Cybervorfälle abdecke – er trägt die finanziellen Folgen damit allein.
Die Apotheke steht nun vor Schäden in Höhe von zehntausenden Euro durch verlorene Daten und ausgefallene Dienstleistungen. Die Polizei ermittelt weiter, bisher gab es jedoch keine Festnahmen. Houri muss nun die fehlenden Unterlagen wiederbeschaffen und sich gleichzeitig gegen die anhaltende Gefahr weiterer Cyberangriffe wappnen.






