Christian Keller bricht sein Schweigen über den Abschied beim 1. FC Köln
Kunigunde SegebahnChristian Keller bricht sein Schweigen über den Abschied beim 1. FC Köln
Christian Keller, der ehemalige Sportdirektor des 1. FC Köln, hat sich offen über seinen Abschied vom Verein geäußert. Seine Entlassung erfolgte kurz vor dem Aufstieg der Mannschaft – ein Moment, der bei ihm zwiespältige Gefühle, aber keine anhaltende Verbitterung hinterlassen hat.
Keller wurde gemeinsam mit Cheftrainer Gerhard Struber nach einem 1:1 gegen Jahn Regensburg von seinen Aufgaben entbunden. Obwohl er Struber öffentlich unterstützt hatte, mussten beide den Verein verlassen. Rückblickend ist Keller überzeugt, dass Köln unter Struber den Aufstieg geschafft hätte.
Kritisch äußerte er sich über den Einfluss des "Gemeinschaftsausschusses" des Vereins auf Trainerentscheidungen. Dessen Forderung, jungen Spielern wie Said El Mala einen Stammplatz zu garantieren, stehe im Widerspruch zu den offiziellen Zielen des Clubs – Nachhaltigkeit und Stabilität. Keller betonte, dass jeder Trainer selbstverständlich die stärkstmögliche Mannschaft aufstelle und junge Talente Zeit zur Entwicklung bräuchten.
Auf seine Entlassung angesprochen, erklärte Keller, er würde die Entscheidung, den Verein zu verlassen, heute wieder ohne Zögern treffen. Zwar habe ihn die Aufstiegfeier Kölns im Fernsehen emotional berührt, doch empfindet er keine Bitterkeit. Aktuell lotet er Möglichkeiten in der Selbstständigkeit aus und hat bereits Angebote für Führungspositionen außerhalb des Sports erhalten. Ein Comeback im Profifußball schließt er nicht aus – bisher habe sich jedoch keine passende Gelegenheit ergeben.
Kellers Abgang vom 1. FC Köln fiel in eine entscheidende Phase, kurz vor dem Aufstieg der Mannschaft. Er bleibt dabei: Die Entscheidungen des Vereins standen für ihn im Widerspruch zu den langfristigen Zielen. Nun prüft er seine nächsten Schritte – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fußballs.






