CDU fordert nationale Drohnenabwehr gegen wachsende Bedrohung aus der Luft
Angelo ReuterCDU fordert nationale Drohnenabwehr gegen wachsende Bedrohung aus der Luft
Die CDU in Nordrhein-Westfalen hat eine nationale Drohnenabwehrstrategie vorgeschlagen, um die wachsende Bedrohung durch unbemannte Flugsysteme zu bekämpfen. Die gemeldeten Drohnenvorfälle in Deutschland haben sich innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt – von etwa 1.500 im Jahr 2021 auf über 4.000 im Jahr 2025. Besonders stark ist der Anstieg in dicht besiedelten Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, wo sich auch große Flughäfen wie Frankfurt und München befinden.
Der Vorschlag betont die Notwendigkeit eines einheitlichen Ansatzes, da die aktuellen Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Militär unklar bleiben. Diese mangelnde Koordination führt zu Verzögerungen und Ineffizienzen bei der Reaktion auf Drohnenbedrohungen. Das neue Konzept sieht vor, bundesweite Kompetenzen klar zu definieren, um schnellere und konsistentere Maßnahmen zu ermöglichen.
Aktuell sind die Landespolizeien als erste Einsatzkräfte bei kleineren Drohnenvorfällen zuständig, verfügen jedoch weder über spezialisierte Ausrüstung noch über ausreichende rechtliche Grundlagen. Die Strategie fordert mobile Abwehreinheiten, bessere Schulungen und zuverlässige Verfahren, um solche Bedrohungen wirksam zu bekämpfen. Zudem sollen rechtlich abgesicherte Regelungen geschaffen werden, die den Einsatz militärischer Unterstützung bei Hochleistungsdrohnen ermöglichen.
Betreiber kritischer Infrastrukturen – etwa Flughäfen, Kraftwerke oder Regierungsgebäude – müssten künftig Risikobewertungen durchführen und Schutzmaßnahmen umsetzen. Ziel ist es, zersplitterte Reaktionen zu vermeiden und Sicherheitslücken zu schließen, bevor sich Vorfälle verschärfen.
Wird die Strategie umgesetzt, entstünde ein nationales System zur Drohnenabwehr, das die Abhängigkeit von improvisierten Lösungen verringert. Die Landespolizeien erhielten klarere Befugnisse und Ressourcen, während militärische Hilfe bei Bedarf schneller eingesetzt werden könnte. Angesichts der stark gestiegenen Vorfälle sind solche Maßnahmen besonders dringend – vor allem in Regionen mit hochsensibler Infrastruktur.






