Castor-Transport erreicht Ahaus trotz Proteste und hoher Sicherheitsvorkehrungen
Friedl RädelCastor-Transport erreicht Ahaus trotz Proteste und hoher Sicherheitsvorkehrungen
Ein Transportkonvoi mit einem Castor-Behälter für atomaren Abfall traf in den frühen Morgenstunden des Mittwochs in Ahaus ein. Die Lieferung, die das Forschungszentrum Jülich gegen 10 Uhr verlassen hatte, wurde von Protesten und umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Die Behörden sperrten die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager, während der Transport ohne Zwischenfälle sein Ziel erreichte.
An der Operation waren rund 2.400 Polizeibeamte beteiligt, unterstützt von Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräften. Demonstranten versammelten sich vor den Toren der Anlage und äußerten ihre Ablehnung des Transports. Kritiker, darunter auch Oppositionsparteien, argumentieren, dass solche Lieferungen vollständig hätten vermieden werden können.
Bei dieser jüngsten Anlieferung handelt es sich um einen Teil einer größeren Serie – zeitweise sind bis zu drei Castor-Transporter gleichzeitig im Einsatz. In den kommenden Monaten werden zwischen 50 und 150 weitere Transporte erwartet. Insgesamt müssen noch 151 Behälter aus Jülich abtransportiert werden, die 288.161 Brennelemente enthalten. Ahaus dient als Hauptstandort für das hochgesicherte Zwischenlager, während auch Brokdorf ähnliche Lieferungen aus britischen Wiederaufbereitungsanlagen erhält.
Während der Fahrt gab es keine Störungen oder Sicherheitsvorfälle. Der Konvoi hielt sich strikt an die Vorgaben, sodass der Behälter planmäßig die Anlage erreichte.
Die Ankunft des Castor-Behälters markiert einen weiteren Schritt bei der laufenden Verlegung von atomarem Abfall. Da Dutzende weitere Transporte geplant sind, werden die Behörden für jede Operation weiterhin umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Das Zwischenlager in Ahaus bleibt ein zentraler Standort für die Handhabung des deutschen radioaktiven Materials.






