01 January 2026, 08:50

Bottrop plant 19 Hektar neues Bauland für Hundert Wohnungen bis 2027

Ein Wohngebiet mit Häusern, Gebäuden, Pflanzen, Bäumen und Gras auf dem Boden.

Bottrop plant 19 Hektar neues Bauland für Hundert Wohnungen bis 2027

Bottrop prüft Pläne zur Ausweitung seiner Wohngebiete nach einem Vorschlag des Regionalverbands Ruhr (RVR). Der städtische Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz wird die Empfehlungen am 9. Dezember beraten. Bei einer Zustimmung könnten bis 2027 insgesamt 19 Hektar neues Bauland für Wohnzwecke entstehen.

Vier konkrete Standorte – Kirchhellen, Grafenwald, Stenkhoffstraße und Eigen – stehen zur Diskussion. Der überarbeitete Regionalplan soll dem wachsenden Bedarf an Wohnraum Rechnung tragen und folgt auf den aktuellen Plan, der 2024 verabschiedet wurde.

Der RVR hat vier Flächen für mögliche Wohnbebauung vorgeschlagen. Die größte, Grafenwald, umfasst 39 Hektar und ist gut an den ÖPNV angebunden. Allerdings sind hier vor Baubeginn Umweltprüfungen und Entwässerungsmaßnahmen erforderlich.

Das 1,8 Hektar große Gelände in Kirchhellen am nordwestlichen Stadtrand wirft ebenfalls ökologische und entwässerungstechnische Fragen auf. Die 6 Hektar große Fläche in Eigen hingegen weist keine größeren Umweltprobleme auf, müsste aber verkehrstechnisch angepasst werden. Zum vierten Standort, Stenkhoffstraße, liegen bisher keine detaillierten Angaben vor. Die gewerblichen und industriellen Zonen der Stadt bleiben unverändert, da ehemalige Bergbaugebiete bereits für andere Nutzungen vorgesehen sind.

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Nun werden die Verantwortlichen mit politischen Akteuren beraten, welche Standorte priorisiert für den Wohnungsbau erschlossen werden sollen. Die Fertigstellung des überarbeiteten Regionalplans ist für 2027 geplant, gefolgt von öffentlichen Anhörungen. Bei vollständiger Erschließung könnten die neuen Zonen – je nach Bebauungsdichte – Platz für 300 bis 1.500 Wohneinheiten bieten. Der aktuelle Regionalplan von 2024 war als Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern und die Zunahme der Haushaltszahlen konzipiert worden.

Die Sitzung des Ausschusses am 9. Dezember markiert den ersten Schritt bei der Bewertung der RVR-Vorschläge. Eventuelle Änderungen würden frühestens 2027 in Kraft treten – nach weiteren Prüfungen und Bürgerbeteiligung.

Die Erweiterung könnte die Wohnraumkapazität Bottrops deutlich erhöhen und Platz für Hundert neue Wohnungen schaffen. Die endgültigen Entscheidungen hängen von Umweltgutachten, Infrastrukturbedürfnissen und politischer Einigung ab.